Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Singapur-Rennstrategie

Reifen sorgen für Spannung

Sergio Perez - GP Singapur 2014 Foto: xpb 109 Bilder

Die Reifen könnten im Rennen von Singapur die Hauptrolle spielen. Die Supersoft-Gummis sind laut Pirelli ca. 2,5 Sekunden pro Runde schneller – brechen aber schnell ein. Die Teams stehen vor schwierigen Taktik-Entscheidungen.

19.09.2014 Tobias Grüner

Pirelli-Sportchef Paul Hembery präsentierte sich nach den ersten beiden Trainings nicht ganz zufrieden. "Der Abstand zwischen den beiden Mischungen ist etwas zu groß. Wir hatten schon mit 2 Sekunden gerechnet. Jetzt sind es aber rund 2,5 Sekunden. Damit sind im Rennen alle möglichen Szenarien denkbar", grübelte der Engländer.

Wie lange halten die Supersoft-Reifen im Rennen?

Das Problem: Niemand kann genau sagen, wie lange die Supersofts durchhalten. Je nach Fahrstil beginnen die Gummis früher oder später auf der Hinterachse einzubrechen. "Wir erwarten, dass die Teams morgen im Training ausprobieren, wie man die Reifen etwas länger in Schuss hält", so Hembery.

Am Freitag haben die Piloten vor allem probiert, die superklebrigen Walzen für eine schnelle Runde zu nutzen. Dabei gab es unerwartete Erkenntnisse: "Wir haben ein paar Fahrer gesehen, die ihre schnellste Runde erst im zweiten Anlauf gefahren sind." In der Vergangenheit war es oft so, dass die superweichen Reifen schon Probleme hatten, eine ganze Runde durchzuhalten.

Das Problem sind aber nicht die Supersofts, sondern die härtere "Soft"-Mischung. "Die hält zwar 25 Runden durch, ist aber deutlich langsamer. Außerdem braucht es ein paar Runden, bis die Reifen im Temperaturfenster sind", so Hembery. Wichtig wird es also, so lange wie möglich und so schnell wie möglich mit den Supersofts zu fahren.

Supersoft besser geeignet für Singapur-Asphalt

Doch warum ist der Unterschied zwischen den Mischungen so groß? "Die beiden Mischungen sind von der Zusammensetzung sehr unterschiedlich", klärt Hembery auf. "Der Supersoft generiert durch die besondere Mischung sehr viel chemischen Grip, vor allem auf einem rutschigen Asphalt wie hier. Allerdings wird er auch sehr heiß, was wiederum den Verschleiß erhöht." Die normaler Soft-Mischung ist deutlich konservativer.

Der Reifenpapst erwartet ein 3-Stopp-Rennen, weil die Teams so oft wie möglich mit den Supersofts unterwegs sein wollen. Das bedeutet für die Fans viel Action. "Und dann gibt es hier ja auch noch die große Gefahr eines Safety-Cars. Das wird sicher sehr interessant im Rennen", prophezeit Hembery.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden