Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Skepsis bei Mercedes

Geht es im Rennen rückwärts?

Nico Rosberg GP Bahrain 2013 Pole Foto: xpb 22 Bilder

Zweite Pole Position in Folge für Mercedes. In China für Lewis Hamilton, in Bahrain für Nico Rosberg. Am Samstag herrschte Jubelstimmung im Lager der Silberpfeile. Die Pessimisten im Team fürchten, dass sie nur 24 Stunden anhalten wird.

20.04.2013 Michael Schmidt

Die zweite Pole Position innerhalb von sieben Tagen ist eine schöne Bestätigung für die neuen Mercedes-Feldherren Niki Lauda und Toto Wolff. Sie haben ein schnelles Rennauto für eine Runde.

Doch bereits ihr General an der Boxenmauer Ross Brawn warnt: "Viel wichtiger wäre es, wenn wir das schnellste Auto nach 57 Runden hätten." Niki Lauda hielt sich die Ohren zu: "Ich will heute die Pole Position genießen und keine schlechten Nachrichten hören." Gleichzeitig wurde er noch ein dickes Lob für Nico Rosberg los: "Der hat eine Runde hingefetzt, die ich nicht erwartet hätte. Da ziehe ich mein Kapperl."

Lauda: Hamilton zu Unrecht bestraft

Nico Rosbergs Trainingsbestzeit, die zweite nach dem GP China 2012, kam so überraschend wie ein Regenguss in der arabischen Wüste. Am Freitag hatte noch gar nichts gepasst. Die Fahrer klagten über massives Untersteuern. Am Auto von Hamilton waren die Stoßdämpfer defekt. Im dritten Training am Samstagmorgen lief es bei Rosberg nicht viel besser. Das Untersteuern war immer noch da. Und es fehlte weiter eine halbe Sekunde auf die Bestzeit. Immerhin spürte Hamilton einen leichten Fortschritt.

Doch dann platzte in den letzten Trainingsminuten der linke Hinterreifen, riss einen Querlenker der Hinterradaufhängung am Radträger ab und drückte die Antriebswelle ins Differential. Der nötige Getriebewechsel wirft Hamilton am Sonntag von Startplatz vier auf Rang neun. Während sich Lauda bei FIA-Rennleiter Charlie Whiting beschwerte, dass Hamilton für etwas bestraft werde, das weder in seinem Einflusssbereich noch in dem des Teams liegt, meinte der betroffene Fahrer: "Regeln sind Regeln. Es macht keinen Sinn sich darüber aufzuregen."

Mercedes baut Setup zurück Richtung China

Erst in der Qualifikation erwachten die Silberpfeile zum Leben. Die Balance stimmte. Rosberg meldete mit seiner Bestzeit im Q2 Ansprüche auf die Pole Position an. Im Gegensatz zu den Red Bull hatte er sich zwei Satz Reifen der weichen Mischung für das Q3 aufgehoben, was sich als entscheidender Vorteil herausstellte.

"Wenn du zwei Schüsse hast, kannst du beim ersten Mal mehr riskieren. Steht die Zeit, hast du im zweiten Versuch mehr Sicherheit", dozierte Red Bull-Teamberater Helmut Marko. Rosberg schlug Sebastian Vettel ziemlich klar um 0,254 Sekunden. Ross Brawn erklärte, wie der Umschwung gelang: "Wir sind am Freitag mit einem Setup ins Training gegangen, das ganz darauf abzielte, die Hinterreifen in Schuss zu halten. Weil das offensichtlich zu viel war, haben wir wieder einen Schritt zurück gemacht."

Halten die Hinterreifen?

Die Freude im Mercedes-Lager wird möglicherweise nur 24 Stunden anhalten. Das Untersteuern, das in der Qualifikation noch gestört hätte, wäre im Rennen erwünscht gewesen. Die Pessimisten im Team fürchten, dass es im Rennen rückwärts gehen wird. Es wurden verdächtig hohe Temperaturen auf den Hinterreifen gemessen. Ferrari, Lotus und Red Bull haben in den Dauerläufen einen stärkeren Eindruck hinterlassen. Und auch auf die Force Indias werden Hamilton und Rosberg aufpassen müssen. Rosberg gibt zu: "Im Vergleich zum Rennen war die Pole Position die leichtere Aufgabe. Alles wird davon abhängen, wie wir die Hinterreifen schonen können."
 

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden