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So fuhr Rosberg auf die Pole

Das Quali-Rätsel von Budapest

Nico Rosberg - Mercedes - GP Ungarn - 23. Juli 2016 Foto: sutton-images.com 110 Bilder

Die Qualifikation zum GP Ungarn war ein Krimi, der erst in den letzten Sekunden entschieden wurde. Nico Rosberg entriss Lewis Hamilton die Pole Position, obwohl er wegen gelber Flaggen vom Gas musste. Der WM-Spitzenreiter hatte das Glück, als Vorletzter unterwegs zu sein.

23.07.2016 Michael Schmidt

Am Ende war die Verwirrung groß. Wie kam Nico Rosberg auf die Pole Position? Lewis Hamilton hatte die Zeitenjagd bis 8 Sekunden vor Schluss mit einer Runde von 1.20,108 Minuten angeführt. Doch alle 10 Fahrer des Top Ten-Finales gingen am Ende des Trainings noch einmal mit frischen Supersoft-Reifen auf die Strecke. Als sich Fernando Alonso als Dritter ausgangs Kurve 9 drehte, schien das Resultat besiegelt.

Rosberg lupfte über 30 Meter und verlor 0,12 Sekunden

Lewis Hamilton und Daniel Ricciardo fuhren direkt dahinter und mussten ihre schnellen Runden abbrechen. In den Kurven 8 und 9 wurden die gelben Flaggen geschwenkt. „Dazu stand Fernandos Auto mitten auf der Straße. Mit Lupfen allein ging da nichts mehr“, ärgerte sich Ricciardo. Beide hatten ihre eigene Zeit zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich unterboten. Hamilton um 0,4 Sekunden, Ricciardo um 0,35 Sekunden.

Hinter Hamilton und Riccardo folgte Jenson Button und dann mit reichlich Abstand Sebastian Vettel. Während auch Button seine Runde abbrach, fand Vettel bereits eine freie Bahn vor sich. Der McLaren hatte den Unfallort bereits verlassen. Doch in dem Bereich galten immer noch die gelben Flaggen „Ich habe kurz gelupft, und hätte trotzdem meine Rundenzeit verbessert. Mein Pech war, dass ich in den letzten Kurven auf Button und Ricciardo aufgelaufen bin. Das hat meine Rundenzeit gekillt.“

Nico Rosberg war noch später dran als Vettel. Und das schenkte ihm die Pole Position. Als er in Kurve 8 ankam, sah er dort immer noch gelbe Flaggen. In Kurve 9 waren sie allerdings schon verschwunden. Damit musste Rosberg nur in einem der zwei Mini-Sektoren, die jeweils über 200 Meter lang sind, vom Gas. Was er brav gemacht hat.

Sektorbestzeit nicht ausschlaggebend

Der WM-Spitzenreiter lupfte auf einer Strecke von 30 Metern und war in dem betreffenden Abschnitt um 0,12 Sekunden langsamer. Dass er im zweiten der drei Sektoren Bestzeit fuhr, spielt keine Rolle. Die Regeln verlangen nur einen signifikanten Speed-Verlust an der Stelle, an der gelbe Flaggen gezeigt werden.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff antwortete auf Fan-Kritik in den sozialen Netzwerken. „Nico hat keine Strafe bekommen, weil er sich an die Regeln gehalten hat. Er ist vom Gas, und wir müssen den besten Fahrern der Welt zutrauen, dass sie die Kontrolle darüber haben, welcher Speed angemessen ist.“

Hamilton will klare Regeln

Lewis Hamilton kartete dagegen nach. Der Weltmeister wünscht sich klarere Regeln für gelbe Flaggen. „Ein Mal Gelb heißt langsamer fahren. Doppelt Geld bereitmachen zum Anhalten. Das ist mir zu ungenau. Wenn Nico in der einen Kurve nur ein Zehntel verloren hat, dann ist das nach meinem Geschmack nicht genug. Gelb kann alles bedeuten. Wir wissen ja nicht, ob Fahrzeuge oder Streckenposten auf der Bahn sind. Maldonado hat in Monaco mal einen Streckenposten umgefahren, weil er zu wenig stark vom Gas gegangen ist.“

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