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Sebastian Vettel

So kämpft Sebastian Vettel gegen die Hitze

Formula 1 Grand Prix, Malaysia, Friday Practice Foto: xpb 50 Bilder

Beim Grand Prix von Malaysia erwartet die Formel 1-Piloten mit Temperaturen über 35 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von rund 90 Prozent das härteste Rennen des Jahres. Wir verraten Sebastian Vettels Tricks gegen die Hitze.

09.04.2011 Bianca Leppert

Schnell fahren können, ist die eine Sache. Dabei keine Fehler zu machen, die andere. Bei einem Hitzerennen wie in Malaysia keine so leichte Aufgabe für die Formel 1-Piloten. Denn ohne die entsprechende körperliche Vorbereitung, lässt die Konzentration schnell nach. "Malaysia ist das härteste Rennen im Kalender", weiß Sebastian Vettels Physiotherapeut Tommi Parmakowski. Mit diesen Tricks trotzt der Red Bull-Pilot dieser Herausforderung:

Den Körper an die Hitze gewöhnen: Schon vor dem Rennwochenende bereiten sich die Formel 1-Fahrer auf den Hitzekampf vor. Vettel flog nach dem Rennen in Melbourne nach Bali, um dort mit zu trainieren. "Wir sind nach Bali geflogen, damit wir die gleichen Wetterbedingungen und keine Zeitumstellung haben", sagt sein Physiotherapeut. Zwei Mal täglich musste Vettel für den Erfolg schwitzen. Eine Trainingssitzung stand morgens auf dem Programm, eine weitere am Abend. "Morgens ist die Luftfeuchtigkeit besonders hoch", erklärt Parmakowski. So gewöhnte sich Vettel schon beim Training an die feuchte Hitze in Malaysia.
 
Das Training ist ein Mix aus Konditions- und Koordinationsübungen. Schließlich will nicht nur der Körper, sondern auch der Geist trainiert werden. "Um den Körper langsam an die Belastung zu gewöhnen, haben wir das Trainingspensum jeden Tag ein bisschen erhöht. Die Kondition hat einen großen Anteil an der Entscheidung über Erfolg oder Niederlage", sagt Parmakowski. "Ist der Körper nicht mit genügend Flüssigkeit und Mineralien versorgt, lässt die Konzentration nach und Fehler passieren."
 
Viel trinken: Bevor Vettel am Renntag in seine "Kinky Kilie" steigt, darf der Deutsche erst gar nicht durstig werden. Dann hat der Körper bereits zu wenig Flüssigkeit. Zwar steht auf Vettels Trinkflasche Red Bull drauf, drin ist aber Wasser mit einem Zusatz von Mineralien. "Die Zusammensetzung ist nicht immer dieselbe, wir haben für verschiedene Rennen verschiedene Drinks", verrät Parmakowski. Vettel trinkt bei diesen Bedingungen drei Mal so viel wie gewöhnlich. Zu viel Flüssigkeit ist aber auch nicht gut, denn ein voller Bauch ist in der schwierigen Anfangsphase eine weitere Belastung für den Körper.
 
Zwischen 50 und 60 Grad Celsius wird es im Cockpit heiß. Die feuerfeste Unterwäsche und der dicke Rennoverall machen den Fahrern das Leben nicht leichter. Normalerweise verliert ein Fahrer im Rennen ein bis drei Kilogramm. In Malaysia sind es zwei bis fünf Kilogramm. Während eines Rennens muss der Pilot seinen Energiespeicher deshalb ständig auffüllen. Rund drei Liter fließen bei Vettel durch den Trinkschlauch im Helm. Drückt er einen Knopf am Lenkrad, wird das Wasser aus einem Beutel gepumpt, der im Cockpit verstaut ist. Es ist durch die Wärme im Auto aber so heiß, dass man es genauso gut als Tee-Wasser nutzen könnte.

Einen kühlen Kopf bewahren: Um "cool" zu bleiben, setzen manche Fahrer in der Startaufstellung auf eine Kühlweste oder ein nasses Handtuch im Nacken. Sauber-Physiotherapeut Jo Leberer gibt seinen Piloten zum Beispiel Kühlpads mit in die Startaufstellung. Vettel bevorzugt es, so lange wie möglich in seinem kühlen Raum im Motorhome zu bleiben. "Sitzt ein Pilot mit Helm im Auto, spielt auch die Temperatur am Kopf eine Rolle", gibt Leberer zu Bedenken. "Allgemeine Studien belegen, dass bei einer höheren Temperatur von nur zwei bis drei Grad Celsius die Unfallgefahr erhöht ist. Deshalb ist eine gute Lüftung im Helm von Bedeutung."

Nahrung mit hohem Wasseranteil: Was auf dem Teller landet, spielt ebenfalls eine Rolle. Hähnchen mit Pommes sind zwar ohnehin ein seltener Anblick im Fahrerlager, aber in Malaysia muss der Formel 1-Weltmeister noch mehr auf seine Ernährung achten. "Vor allem Salat und Früchte mit einem hohen Wasseranteil sind empfehlenswert", sagt Parmakowski.

Sie wollen während des Rennens am Sonntag nichts verpassen? Dann verfolgen Sie unseren Live-Ticker mit Formel 1-Experte Michael Schmidt. Mit den letzten Informationen aus der Startaufstellung meldet sich Schmidt am Sonntag, 10. April ab 9:45 Uhr live von der Rennstrecke aus Sepang. Reinklicken lohnt sich!

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