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So kam Kimi auf Platz 6

Ferrari machte alles richtig

Kimi Räikkönen - Formel 1 - GP Ungarn 2016 Foto: xpb 24 Bilder

Ferrari hat beim GP Ungarn alles richtig gemacht. Der frühe Stopp von Sebastian Vettel sprengte das Red Bull-Tandem. Und eine aggressive Strategie brachte Kimi Räikkönen von Platz 14 auf Rang 6. Drei Plätze machte der Finne auf der Strecke gut, vier dank der Taktik.

27.07.2016 Michael Schmidt 1 Kommentar

Ferrari hätte beim GP Ungarn mehr verdient gehabt als die Plätze 4 und 6. Im Dauerlauf waren die roten Autos schneller als die Red Bull. Und der Kommandostand machte diesmal alles richtig. Ferrari hat bessere Platzierungen im Training hergeschenkt. Sebastian Vettel startete nur von Platz 5, Kimi Räikkönen gar nur von Rang 14.

Vettel blieb beim Start, wo er war. Hinter zwei Mercedes und zwei Red Bull. Da überholen praktisch unmöglich ist, mussten sich die Strategen etwas einfallen lassen. Vettel brauchte einen Undercut, um einen der Red Bull zu knacken. Ferrari pickte sich die einzige Runde heraus, in der es für Vettel eine freie Lücke im Feld gab und die bei einer Reaktion von Red Bull sicherstellte, dass Max Verstappen auch noch hinter Kimi Räikkönen fällt.

Runde 14 war der einzige Slot

Es war die Runde 14. Erst da konnte sich Ferrari sicher sein, dass Vettel vor Nico Hülkenberg und Romain Grosjean auf die Strecke zurückkehren würde. Bei einem guten Stopp auch noch vor Räikkönen, was aber nicht so wichtig war, weil es andernfalls sofort zu einem Platztausch gekommen wäre. Dass Hülkenberg und Grosjean in der gleiche Runde zum Reifenwechsel kamen, konnte Ferrari nicht wissen.

Verstappen wiederum war blockiert. Der Holländer hatte sich die Grube selbst gegraben. Er hatte sich in den ersten beiden Runden nachhaltig die Reifen beschädigt, im Bestreben an Teamkollege Daniel Ricciardo vorbeizukommen. Die Bilder der Anfangsphase zeigen, dass Verstappen mehrmals quer steht und Ricciardo aggressiv attackiert. Offensichtlich mit dem Ziel, den Stallrivalen psychologisch zu zerstören. Verstappen wusste, wie wichtig es für Ricciardo war, diesmal vor ihm ins Ziel zu kommen.

Ab der 11. Runde begann Red Bulls Wunderkind zu bezahlen. Vettel schloss wieder auf. Für Verstappen gab es die Lücke nach hinten nicht, Vettels Undercut zuvorzukommen. Als Red Bull dann auf Ferraris Schachzug mit Vettel reagieren musste, war es schon zu spät. Verstappen kam hinter Räikkönen auf die Strecke zurück.

Ein spätes SafetyCar hätte Kimi eine Siegchance gegeben

Auch die Taktik mit Räikkönen war perfekt. Der Weltmeister von 2007 überholte drei Autos (Perez, Gutierrez, Alonso) auf der Strecke. Jenson Button bog vor ihm an die Boxen ab. Vier Positionen machte Räikkönen durch das Timing der Boxenstopps wett. Der Finne hätte sogar noch für Vettel gefährlich werden können, wäre er in der 57. Runde an Verstappen vorbeigekommen.

Räikkönen war mit seinen Supersoft-Reifen klar der schnellste Mann auf der Strecke. Er wäre in den letzten Runden auf Ricciardo und Vettel aufgeschlossen. Ferrari wäre dann fast gezwungen gewesen, die Plätze zu tauschen, um Kimi die Chance zu geben, Ricciardo anzugreifen. Bei Mercedes behaupten die Strategen sogar: „Wenn es ein spätes SafetyCar gegeben hätte, wäre Kimi auch für uns zum Problem geworden.“

Neuester Kommentar

RAI wie so oft der schlechteste mit einem guten Auto. Er konnte weder die MGP noch die RBR bezwingen.

Ferraris Glück bei Raikkonen war daß Red Bull Racing bei Verstappens erstem Stopp ca. 0,8 Sekunden gegenüber einem normalem Stopp langsamer war. Ich halte es auch für keine Wahnsinnsleistung 3 langsame Leute mit einem Ferrari (laut Team ist der schon fast so schnell wie ein MGP ist und einem RBR deutlich überlegen ist) zu überholen, beim ersten Gegner mit einem guten Auto war Ende. Sie hatten Glück daß VES seine Reifen zu bald zerstörte, aber profitieren konnte nur Vettel der deutlich gegen RIC verlor.

Umwasgehteshiereigentlich 27. Juli 2016, 17:09 Uhr
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