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So motiviert sich Nico Rosberg

"Spa hat nichts geändert"

Nico Rosberg - Formel 1 - GP Brasilien- 7. November 2014 Foto: xpb 110 Bilder

Nico Rosberg ist der Außenseiter im Titelkampf. Doch 24 Punkte Rückstand hört sich mehr an als es tatsächlich ist. Weil noch 75 Punkte auf der Straße liegen. Rosberg lässt die Niederlagen in den letzten Rennen nicht an sich heran. Fehler werden analysiert und dann abgehakt. Positiv denken ist Programm.

08.11.2014 Michael Schmidt

Eigentlich mag Nico Rosberg die doppelten Punkte beim letzten Rennen nicht. "Weil es künstlich ist. Aber jetzt ist es halt so, und es gibt mir eine Chance, den Titel im letzten Rennen noch zu entscheiden." Die Antwort ist symptomatisch dafür, wie Rosberg sich im WM-Duell die Welt schönredet. Er lässt nur Dinge an sich heran, die positiv sind. Ewig mit Fehlern und Niederlagen zu hadern, kostet nur Energie.

"Optimismus ist der beste Weg vorwärts. Ich bin happy, weil ich weiß, dass ich im letzten Rennen des Jahres um die Weltmeisterschaft kämpfen kann." Rosberg führt im Trainingsduell, aber er liegt nach Punkten zurück. Seit der Kollision mit Lewis Hamilton in Spa scheint der Faden gerissen. Seitdem kam Rosberg immer hinter dem Teamkollegen ins Ziel. Und seit dieser Episode nennt Rosberg seinen Stallrivalen meistens "er" oder "mein Teamkollege" und nur ganz selten noch "Lewis". Rosberg sieht in Spa nicht den Wendepunkt der Saison. Höchstens statistisch. "Spa hat nichts geändert. Es war vorher ein intensives Duell, und ist es nachher auch."

Neue Limits bringen Fehler mit sich

Rosberg ist im Titelkampf auf fremde Hilfe angewiesen. Hamilton reicht ein dritter Platz in Brasilien und ein zweiter Rang in Abu Dhabi. Mit einem Mercedes eigentlich nur Formsache. Rosberg stört das nicht: "Ich weiß, dass etwas passieren muss, damit ich noch gewinnen kann. Aber im Sport kann so viel passieren." Wäre dann ein WM-Titel mit Hilfe der doppelten Punkte gegen einen Fahrer mit zehn Saisonsiegen noch verdient? "Verdient oder nicht verdient. Jeder kann da seine eigene Meinung haben. Ich werde mich da auf keine Diskussion einlassen."

Auffällig ist, das Rosberg, dem Fehlerlosen, zuletzt viele Fehler unterlaufen sind. Die Verbremser in Monza und Sotschi. Der falsche Knopf in Austin. Rosberg hat auch da eine Erklärung dafür: "Ich muss mir immer neue Limits suchen, weil mein Teamkollege sauschnell ist. Da passieren eben Fehler." Austin hat dabei mehr geschmerzt als Sotschi. "Weil ich in Sotschi den Fehler wieder ausbügeln konnte. Austin war dagegen die Höchststrafe. Ich liege vorne, und mein Teamkollege überholt mich. Weil ich ein kleines Detail nicht gewusst habe. Mein Ingenieur kannte den Unterschied zwischen dem Knopf und dem Schalter vorher auch nicht. Das hat uns erst der Programmierer erzählt."

Rosberg hat den Titel zu verlieren

Rosberg hat den Lapsus analysiert, ihn abgehakt und daraus die Erkenntnis gewonnen: "Wenn wir noch einmal das gleiche Rennen in Austin fahren, weiß ich, dass ich es gewinnen kann." Die Augen-zu-und-durch-Mentalität soll ihm jetzt helfen, doch noch Weltmeister zu werden. Ganz so leicht macht es sich Rosberg dann doch nicht. Auf den Einwand, dass er befreit auffahren könne, weil er nichts mehr zu verlieren hat, gibt er zuück: "Ich habe den Titel zu verlieren."

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