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Sorge bei F1-Motor-Lieferanten

Sechster Motor bei mehr als 20 Rennen

Renault V6 2014 Formel 1 Foto: Renault 28 Bilder

Im provisorischen Formel 1-Kalender für 2014 werden 22 Rennen stehen. Sollten alle Grand Prix tatsächlich stattfinden, haben nicht nur die Menschen ein Problem. Für diesen Fall müssen sich auch die Motorenhersteller Sorgen machen.

26.09.2013 Michael Schmidt

Bernie Ecclestone hat 22 Rennen in den Kalender geschrieben, der am Freitag (27.9.2013) bei der FIA-Weltratsitzung vorgestellt wird. Wahrscheinlich werden nur 20 davon stattfinden. Indien ist schon draußen, Korea vom akuten Finanztod bedroht, und in New Jersey müssen noch Investoren gefunden werden.

Mercedes F1 Motor Prüfstand
Mercedes 2014er F1-Motor im Soundcheck 1:39 Min.

Die Teams werden dem Formel 1-Chef nicht mehr als 20 Rennen erlauben. Außer sie bekommen mehr Geld. Doch da stellt sich Ecclestone bekanntermaßen gerne taub. Außerdem gibt es noch Probleme, den New Jersey-Termin einzuflechten. Nach jetzigem Stand müssten Monte Carlo, New Jersey und Montreal an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden stattfinden.

FIA lässt über sechsten Motor mit sich reden

Die Sorge um das Personal ist eine Sache. Schon bei 20 Rennen sind die Mitarbeiter an der Front völlig ausgebrannt. Viel größer ist die Sorge um die Motoren. Jeder Fahrer hat nur fünf Antriebseinheiten pro Jahr zur Verfügung. Jedes zusätzliche Kit über das Kontingent hinaus wird mit Strafversetzungen in der Startaufstellung geahndet.

Fünf Startplätze pro Komponente, 20 bei der ganzen Einheit. Es ist schon mit 20 Rennen eine Herkulesaufgabe mit fünf Motoren, Turboladern, Generatoren, Steuergeräten und Batterien über die Runden zu kommen. 22 wäre für manche der Overkill. FIA-Rennleiter Charlie Whiting beruhigt: "Wenn es 22 Rennen gibt, lassen wir mit uns über einen sechsten Motor pro Fahrer reden."

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff sieht dagegen keine großen Probleme: "Wir müssen bei der Erhöhung der Rennen vorsichtig sein und eine gute Balance finden. Aber zumindest was die Laufleistung der Motoren angeht, würde ein Rennen mehr noch keinen Engpass für uns bedeuten."

Zusätzliche Motoren erhöhen die Kosten

Doch da gibt es noch ein Problem. Jeder zusätzliche Motor würde die Leasingraten für die Motoren nach oben treiben, die jetzt bereits zwischen 15 und 20 Millionen Euro liegen. Zwei Millionen pro Motor. Was für ein Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass der Selbstkostenpreis eines aktuellen Cosworth-Achtzylinders 61.000 Euro beträgt.

Während Red Bull, Ferrari und Mercedes kein Interesse am Sparen haben, stöhnt der Rest unter immer höheren Kosten. Das betrifft auch die acht zusätzlichen Testtage in der Saison 2014, dazu vielleicht noch vier Reifentests.

Für die zusätzlichen Testtage braucht man mindestens eine Antriebseinheit. Vielleicht sogar zwei. Als erneut zwei bis vier Millionen extra. "Jeder Kilometer kostet jetzt schon 800 Euro", rechnet Force India-Teammanager Andy Stevenson vor. "Viele von uns können sich diese Testtage nicht mehr leisten."

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