Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Sorgen bei Mercedes

Zwei Mal steht die Defekthexe

Jerez F1-Test 2011 Foto: xpb 22 Bilder

Ist alles nur Bluff, oder muss man sich um den neuen MercedesGP W02 Sorgen machen? Die Rundenzeiten sind bescheiden, und die Standfestigkeit lässt zu wünschen übrig. Zwei Mal blieb Nico Rosberg auf der Strecke stehen und löste eine rote Flagge aus.

10.02.2011 Michael Schmidt

Jerez ist eine andere Rennstrecke als Valencia. Eine, die Auto und Fahrer deutlich mehr fordert. Und eine, die Stärken und Schwächen eines Rennautos gnadenlos aufdeckt. Ginge man rein nach den Rundenzeiten, müsste sich Mercedes jetzt Sorgen machen. Nico Rosbergs Zeit von 1.23,963 Minuten lag 3,254 Sekunden über Felipe Massas Bestzeit (1.20,709 min). Und er drehte nur 67 Runden - und das am vierten Testtag.

Mercedes sorgt für zwei Unterbrechungen

Zwei Mal sorgte der neue Silberpfeil für eine Unterbrechung des Trainingsbetriebs. Beim ersten Mal spielte ein Sensor verrückt. Das war insofern ärgerlich, weil Rosberg gerade mitten in einer Rennsimulation steckte. Eine Stunde später beendete ein Problem im Getriebe den Testtag.

Nico Rosberg bleibt trotz der alarmierenden Vorzeichen ruhig: "Wir fahren ein Interimsauto. Die endgültige Version gibt es erst kurz vor dem Saisonstart in Bahrain." Das gleiche erzählen die anderen Teams auch. "Ja, aber bei uns kommt noch ein großer Schritt", hält Rosberg dagegen. Hoffentlich hat er Recht.

Rosberg fährt nicht auf Rundenzeit

Den neunten Platz am ersten Testtag von Jerez sieht Rosberg nicht als Beinbruch an. "Wir sind hier nicht auf Rundenzeit gefahren und haben uns auch nicht vorne erwartet. Wichtig war, dass wir möglichst viele Runden drehen. Leider kamen uns Probleme mit einem Sensor und dem Getriebe dazwischen. Auch der verstellbare Heckflügel hat nicht funktioniert. Da bleiben gleich drei Zehntel liegen." Schön und gut: Aber hier fehlen drei Sekunden und nicht drei Zehntel.

Immerhin hat KERS funktioniert. "Das ist ganz schön knifflig", gibt KERS-Neuling Rosberg zu. "Es gibt ja nicht nur mehr Leistung, sondern beeinflusst das Auto auch beim Bremsen. Wenn du KERS aktivierst, fühlt es sich an, als hättest du hinten eine Extrabremse drin. Beim Fahren musst du laufend nachjustieren, weil die Reifen nachlassen und der Effekt immer ein anderer ist." Obwohl Pirelli den Reifentyp "medium" seit Valencia modifiziert hat, stellen die Fahrer weiterhin große Verschleißerscheinungen fest. "Vorne hast du Körnen, hinten bauen die Reifen stark ab", erzählt Rosberg.

Michael Schumacher übernimmt das Steuer

Die nächsten zwei Tage hat der Blondschopf Pause. Dann fährt Michael Schumacher den Mercedes. Rosberg kann nur hoffen, dass ihm sein Teamkollege bessere Nachrichten mitbringen kann.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden