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Sorgen um Red Bull-Getriebe

Webber mit Riesenglück in Monza

Red Bull GP Singapur 2013 Foto: ams 114 Bilder

Für Mark Webber hätte der GP Italien keine Runde länger dauern dürfen. Im Getriebe war fast kein Öl mehr. Die Red Bull-Piloten müssen noch ein Rennen mit dem Getriebe durchhalten. Red Bull weiß, was sich über Gebühr abnutzt, aber die Ingenieure wissen nicht warum.

19.09.2013 Michael Schmidt

Sebastian Vettel und Mark Webber droht vielleicht noch eine Zitterpartie. Die Getriebeprobleme von Monza waren im Fall Webber schlimmer als vermutet. Das Getriebe von Vettel wurde noch nicht geöffnet, aber man ist auf böse Überraschungen vorbereitet.

Für Mark Webber hätte der GP Italien keine Runde länger dauern dürfen. Am Funk wurde er von den Ingenieuren regelmäßig gewarnt, früher zu schalten, wenn er das Rennen überstehen wollte. Technikchef Adrian Newey verriet: "Wir haben auf der Telemetrie Druckverlust in der Ölversorgung beobachtet."

Kein Öl im Getriebe

Da die Getriebe in ihrem Einsatzzyklus von fünf Rennen nur unter Aufsicht der FIA geöffnet werden dürfen, musste Red Bull bis Singapur warten, um die Innereien des Getriebes von Webber zu inspizieren. Was die Ingenieure sahen, hat ihnen nicht gefallen. Die Schaltklauen waren über Gebühr abgenutzt. Ein Karbonsplitter hatte sich ins Differential verirrt und dort offenbar eine Ölleitung beschädigt. Im Getriebe war fast kein Öl mehr. Ein Wunder, dass Webber in Monza ins Ziel kam.

Ursprünglich wollte Red Bull, die beschädigte Kraftübertragung am Freitag noch einmal fahren, um mehr über die Hintergründe der Schäden zu erfahren. Doch als man sah, in welchem Zustand die Schaltbox war, sparte man sich diese Übung. Da in Singapur andere Übersetzungen als in Monza benutzt werden, bekommen alle Fahrer ohnehin andere Gangräder und Schaltklauen aus dem Gesamtkontingent. Doch solange man nicht weiß, was die Schäden verursacht hat, ist das kein Garantieschein.

Auch Vettel macht sich Sorgen

Das Getriebe von Vettel blieb bis jetzt geschlossen. Die FIA-Mitarbeiter hatten zu viel Arbeit, auch noch diese Inspektion zu überwachen. Das wird jetzt am Freitag passieren. Red Bull weiß also noch gar nicht, wie das Innenleben der Kraftübertragung des Weltmeisters aussieht.

Ein bisschen Sorgen macht sich Vettel schon, weil die Schalteinheit noch ein Rennen überstehen muss. Betroffen davon sind das Gehäuse, Pumpen, Lager und Wellen. "Hier in Singapur werden die Getriebe auch hart rangenommen. Die Strecke ist so wellig, dass dir selbst schon alle Plomben rausfallen. Das kann auch für das Getriebe nicht ideal sein."

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