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Spa-Reifendebakel geklärt

Die mysteriöse Serie der Reifenschäden von Spa-Francorchamps ist geklärt: In zwei Fällen war Vorschädigungen durch das Überfahren von scharfkantigen Trümmerteilen die Ursache. Die anderen beiden Platten wurden durch allzu heftiges Überfahren von Randsteinen verursacht.

06.09.2004

Gleich vier Reifenschäden hatte Michelin beim letzten Grand Prix in Belgien verbuchen müssen: Bei Jenson Button (BAR-Honda), David Coulthard (McLaren-Mercedes) und Juan Pablo Montoya platzte jeweils der rechte Hinterreifen, und dies auch noch an der gleichen Stelle des Ardennenkurses, auf der sehr schnellen Kemmel-Geraden. m Falle von Toyota-Testfahrer Ryan Briscoe war es der linke Hinterreifen, der schlapp machte. Der Australier entgleiste in der Senke von Eau Rouge und knallte heftig in die Reifenstapel.

"Es ist sicher, dass weder Konstruktions- noch Fabrikationsfehler zu den Reifenschäden geführt haben“, versicherte Michelin-Technikchef Patrick Vasselon durchaus glaubhaft. Bei allen drei Rennunfällen waren die Reifen noch relativ jung: Bei Montoya war der kollabierte Reifen zwei Runden gelaufen, bei Button waren es acht Umläufe, bei Coulthard deren zwölf. Zum Vergleich: Bis 21 Runden hatten Reifen gleichen Typs im Rennen durchgehalten, bevor sie routinemäßig gewechselt wurden.

"Bei Montoya hatte der Reifen einen scharfen Schnitt auf der Lauffläche“, sagte Vasselon weiter. "Man sieht es selten, dass die Karkasse so durchtrennt wird.“ Auch Buttons Pneu wurde wahrscheinlich durch Trümmerteile aufgeschlitzt. Anders verhält es sich bei Coulthard und Briscoe: "Coulthards Reifen hatte ein großes Loch an der Innenschulter“, sagte Vasselon. Dem Schotten und dem Australier Briscoe wurde ihre allzu ungestüme Linienwahl in der Schikane zum Verhängnis.

Das Thema Reifenschäden zieht sich beinahe wie ein roter Faden durch die Saison: Vor einem Vierteljahr waren die Michelin-bereiften Fernando Alonso und Ralf Schumacher in Indianapolis jeweils spektakulär aus der Bahn geworfen worden. Auch in diesen beiden Fällen hatten scharfkantige Trümmerteile den Reifen den Garaus gemacht.

Am Donnerstag letzter Woche war erstmals in dieser Saison ein Auto aus dem Bridgestone-Lager betroffen, als Michael Schumacher beim Monza-Test mit mehr als 330 km/h in die Leitplanken krachte. Bridgestone räumte kurz nach dem Crash freimütig ein: "Ein Reifenschaden.“ Über die Ursache wird aber noch gerätselt.

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