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Spannung in der Teamwertung

Vorentscheidung im Mittelfeld-Duell?

Kamui Kobayashi Sauber GP Japan 2011 Foto: xpb 35 Bilder

Force India, Sauber und Toro Rosso tragen abseits der Spitze ihren eigenen WM-Kampf aus. Der Hauptgewinn? Platz sechs in der Teamwertung. Für Suzuka haben alle drei Teams die Klingen geschärft.

06.10.2011 Bianca Leppert

Die Frage nach dem Weltmeister-Titel ist so gut wie entschieden. Droht nun ein langweiliger Ausklang der Formel 1-Saison? Mitnichten. Wer genau hinschaut, findet auch spannende Kämpfe abseits von Red Bull, McLaren und Co. Im Kampf um Platz sechs in der Konstrukteurs-WM geht es in Japan in die nächste Runde. Force India hat mit 48 Punkten derzeit die Nase vorn, es folgt Sauber mit 36 Punkten und Toro Rosso mit 29 Zählern.

Sauber plant Großangriff in Japan

Sowohl Sauber als auch Toro Rosso haben für Suzuka technische Neuerungen dabei und sagen Force India den Kampf an. Während am Toro Rosso ein neuer Frontflügel und ein neuer Auspuff zum Einsatz kommen, hat Sauber noch eine Schippe drauf gelegt. Die Schweizer reisten mit dem größten Update-Paket der Saison nach Japan. Im Gegensatz zu Ferrari, die sich schon auf die Entwicklung und das Testen neuer Teile für 2012 konzentrieren, braucht Sauber die Updates für den harten Kampf um Platz sechs. "Das Update-Paket war bereits vorher geplant", erläutert Teammanager Beat Zehnder.

Die Neuerungen am Sauber umfassen einen neuen Frontflügel, neue Heckflügel, neue Windabweiser vor und neben den Seitenkästen, neue Bremsbelüftungen sowie Modifikationen am Unterboden. Entscheidend wird sein, wieviel Zeit das Paket bringen wird. "Wir erhoffen uns mehrere Zehntel", sagt Zehnder. "Das ist alles zwischen drei und acht Zehnteln, meinte James Key", schmunzelt der Teammanager.

Sauber hofft auf Reifenbonus

In den vergangenen fünf Rennen war die Ausbeute allerdings mager. Force India holte 36 Punkte, Sauber sammelte nur drei Zähler. Die Marschrichtung ist trotzdem klar. "Unser Ziel bleibt Platz sechs. Wir erhoffen uns viel von dem Update-Paket." Die Strecke und die warmen Temperaturen sollten Sauber ebenfalls entgegen kommen. Die hohen Seitenkräfte bewirken, dass der Reifen schnell seine Temperatur erreicht. Das war in der Vergangenheit oft das Problem des Autos. Zugleich gelten die Sauber aber auch als Reifenflüsterer, was auf dem reifenmordenden Kurs in Suzuka ein großer Bonus ist.

"Die kalten Temperaturen bei einigen Rennen haben uns besonders hart getroffen", erklärt Zehnder. Bei eher kühlen Bedingungen und niedriger Asphalttemperatur kommen die Reifen durch die Charakteristik des Autos nicht auf Temperatur. Die Stärke von den Schweizern wird in den nächsten Rennen also vor allem auch von den Wetterbedingungen abhängen.

Force India hat Renault im Visier

Bei Force India fühlt man sich in der Rolle des Gejagten ganz wohl. "Wir haben eine gute Kurve hingelegt", sagt Adrian Sutil. "Wir haben sehr daran gearbeitet, auf Kursen mit mehr Abtrieb gut zu sein. Deshalb könnte Suzuka uns entgegenkommen." Als eine Schwäche sieht der Gräfelfinger nur den Reifenverschleiss. Im Vergleich zur Konkurrenz geht der Force India etwas  rabiater mit den Pneus um. "Und wir brauchen vielleicht noch mehr Abtrieb im Vergleich zu den anderen vor uns."

Die sind das Ziel. Denn Force India schaut auch nach vorne und nicht nach hinten. Mit der guten Leistung in der zweiten Saisonhälfte hat man nun Renault im Visier. Die legten einen gegenläufigen Trend zu Force India hin und schwächeln wie zuletzt in Singapur zum Saisonende hin. Momentan trennen Force India noch 22 Zähler von Platz fünf.

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