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Spannung vor Quali-Gipfel

Was zaubert Bernie aus dem Hut?

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Bahrain - 2. April 2016 Foto: xpb 72 Bilder

Sechs Stunden vor dem GP Bahrain steigt der Qualifikationsgipfel mit allen Teamchefs, FIA-Präsident Jean Todt und Bernie Ecclestone. Alle gehen davon aus, dass der neue Quali-Modus gestorben ist. Auch wenn man dafür Einstimmigkeit braucht.

02.04.2016 Michael Schmidt

Um 12 Uhr am Renntag zum GP Bahrain treffen sich die Herren, die in den letzten Wochen das größte Regelchaos seit langem angerichtet haben. Es geht um das neue Qualifikationsformat. Es hat sich auch im zweiten Versuch nicht viel besser angefühlt, auch wenn sich Ferrari und Mercedes im Q3 wenigstens ein kleines Pingpong-Match geliefert haben.

FIA-Präsident Jean Todt hat versprochen, dass er offen in den Krisengipfel geht. Er hat einen Favoriten, will aber nicht darauf bestehen. Bernie Ecclestone spottet: "Wir haben in den letzten Wochen 26 Qualifikationsformate diskutiert. Ständig kommen neue Ideen hinzu. Und jeder findet seine Idee die beste. Und was bringt uns das alles, wenn wir uns am Ende auf nichts einigen können?"

Möglicherweise zaubert der Formel 1-Zampano nach altbewährter Methode die 27. Idee aus dem Hut. Die mit einem Qualifikationsrennen am Samstag, dessen Ergebnis dann die Startaufstellung bestimmt. Und die Startaufstellung für das Mini-Rennen wäre das umgekehrte Ergebnis des letzten Rennens.

Ecclestone stellte noch einmal klar: "Es geht bei allen Qualifikationssystemen nur darum, das Rennen weniger berechenbar zu machen." Darauf antwortet Mercedes-Teamchef Toto Wolff: "Genau dieses Ziel wurde mit diesem System verfehlt, wie die Startaufstellung in Bahrain zeigt."

Zurück zur Basis um Zeit für neue Ideen zu gewinnen

Egal, was in Bahrain entschieden wird: Die Abstimmung muss einstimmig ausfallen. Wolff hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg: "Die neue Qualifikation hat mir auch im zweiten Versuch nicht besser gefallen."

Er rät davon ab, mit einer modifizierten Version weitere Experimente zu starten. "Alle reden über das Q3. Ich sehe aber auch im Q1 und Q2 keinen Reiz. Was da passiert, ist für uns in der Garage trotz aller zur Verfügung stehenden Daten verwirrend. Wie soll dann der Zuschauer am Fernsehschirm verstehen, warum ein Fahrer schon 3 Minuten vor dem nächsten Eliminierungspunkt freiwillig aussteigt?"

Wolff warnt: "Wir müssen den Sport einfacher und nicht komplizierter machen." Deshalb sei der einzig gangbare Weg, zu einem bewährten Modus zurückzukehren und sich mit langem Vorlauf und eingehender Analyse Gedanken über etwas Neues für 2017 zu machen. "Das gibt uns die Zeit, alle Szenarien, die auf dem Tisch liegen, im Detail durchzusprechen."

Für Hamilton hat sich nichts geändert

Bei den Fahrern sind die Meinungen über das Spannungsmoment im Cockpit gespalten. Lewis Hamilton meint, dass sich zu früher überhaupt nichts geändert hat. "Für die Fahrer an der Spitze ist es nicht aufregender als vorher." Dem würde Nico Hülkenberg widersprechen. "In unserer Gruppe geht es um Hundertstelsekunden. Du kannst dir beim ersten Versuch nicht den geringsten Fehler leisten. Wenn ich im Q2 am Anfang ein halbes Zehntel langsamer bin, bleibe ich auf Platz 12 hängen."

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