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Spionage-Affäre

Es sieht nicht gut aus für McLaren

Foto: dpa 54 Bilder

Im Fahrerlager von Spa blickt alles nach Paris. Jede Minute zückt einer sein Handy und hofft auf eine Information von dem Ergebnis in Paris.

13.09.2007 Michael Schmidt

In der Mittagspause lautete die letzte Wasserstandsmeldeung vom Sitz der FIA. Es sieht nicht gut für McLaren aus. Während der Mittagspause hatte sich McLaren-Chef Ron Dennis gegenüber einem Beobachter von einem anderen Team pessimistisch geäußert. 

Doch jetzt dauert die Weltratsitzung im Spionagefall schon über sieben Stunden. Ist das ein gutes Zeichen für die Silberpfeile?
Red Bull-Teamchef Christian Horner schätzt: "Ich glaube, dass die Urteilsfindung extrem schwierig ist. Sie müssen eine Strafe aussprechen, die Ferrari zufriedenstellt, McLaren nicht zu sehe beschädigt, den WM-Kampf bis zum letzten Rennen intakt hält und auch für weitere ähnlich gelagerte Fälle einen Spielraum lässt." 

Horner meint den Fall Renault. Seit heute weiß man, dass Renault offenbar auch Daten von einem anderen Team (McLaren) bei der Konstruktion seines Autos verwendet hat. Wenn McLaren hart bestraft wird, müsste es auch Renault hart treffen. "Da muss man sich schon fragen, wo das hinführt. Vielleicht werden auch noch weitere Fälle bekannt", sagt Horner. BMW-Sportchef Mario Theissen meint: "Wir brauchen eine schnelle Entscheidung. Das alles schadet nur dem Sport."

Fernando Alonso wollte sich als direkt Betroffener nicht äußern: "Ich versuche Paris aus meinem Kopf zu streichen. Ich setzte mich jetzt mit meinen Ingenieuren zusammen und bereite das Wochenende so vor wie jedes andere. An eine Sperre will ich nicht mal denken." Auf die Frage, ob ein geschenkter Titel für Ferrari ein echter Titel wäre, antwortete Alonso stur: "Sorry, ich kann und will zu dem Thema nichts sagen, solange keine Fakten auf dem Tisch liegen." Ralf Schumacher sieht die Spionageaffäre nicht nur negativ: "Hier im Fahrerlager nervt es, weil keiner mehr über den Sport spricht. Aber wenn ich irgendwo in einer Kneipe bin, ist das schon ein Thema. Es scheint die Leute zu interessieren, soviel wie darüber geredet wird."

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