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Spionage-Fall

Coughlan-Ehefrau verwickelt

Foto: dpa 43 Bilder

Der unter Spionage-Verdacht stehende ehemalige McLaren-Chefdesigner Mike Coughlan hat sich bei einer Voranhörung vor dem Obersten Zivilgericht in London noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die eigentliche Anhörung wurde daher auf diesen Mittwoch vertagt.

10.07.2007

Nach übereinstimmenden Medienberichten wurden am Dienstag einige Details zu der Affäre um möglichen illegalen Informationsaustausch in der Formel 1 bekannt. Demnach richten sich die Schritte von Rennstall Ferrari, der eine Zivilklage anstrebt, auch gegen Coughlans Ehefrau Trudy.

Sie soll das insgesamt 780 Seiten umfassende und streng vertrauliche Ferrari-Dossier, das Coughlan vom suspendierten
ehemaligen Scuderia-Chefmechaniker Nigel Stepney bekommen haben soll, zu einem Copy-Shop nahe dem McLaren-Sitz in Woking gebracht haben. Ein Mitarbeiter des Geschäfts habe daraufhin Ferrari informiert. Ohne diesen Hinweis hätte Ferrari von dem Fall nichts erfahren, wurde ein Anwalt der Italiener zitiert.

Ein Tag Bedenkzeit für Coughlan

Der beschuldigte Coughlan, der in früheren Zeiten bei Lotus, Benetton und Ferrari mit Stepney zusammenarbeitete, wollte erst einmal die Folgen einer Aussage klären. Daher wurde die Anhörung in der zum Teil bizarr anmutenden Affäre inklusive angeblicher Verfolgungsjagden und Bedrohungen um rund 24 Stunden verschoben. Die Unterlagen, die wichtige Interna über den neuen Rennwagen der Scuderia enthielten, waren bei einer Durchsuchung in Coughlans Haus gefunden worden. Nach Informationen des britischen TV- und Radiosenders BBC muss das Ehepaar die Kosten der Hausdurchsuchung tragen.

Unterdessen bekräftige Stepney durch seine Anwältin Barbara Pini, dass er keine Verantwortung für die ganzen Geschehnisse trage. In der italienischen Zeitung "La Gazzetta dello Sport" (10.7.) erklärte Pini, dass ihr Mandant den Umständen entsprechend entspannt sei. Bei einem Treffen Anfang nächster Woche wollen beide die Angelegenheit weiter besprechen.

Stepney erhält Akteneinsicht

Bis dahin können sie auch das Material der ermittelnden italienischen Justiz studieren. Wie Staatsanwalt Giuseppe Tibis nach Angaben der Zeitung versicherte, soll Pini die Unterlagen bis zu diesem Mittwoch erhalten. Es werde dann zu einem frühest möglichen Termin mit Stepney kommen, erklärte Tibis. Stepney hatte am Wochenende in einem Interview alle Schuld von sich gewiesen und von Verfolgungsjagden berichtet.

In der Voranhörung vor dem High Court in London wurde bestätigt, dass McLaren-Manager Jonathan Neale wusste, dass Coughlan im Besitz der Dokumente des McLaren-Konkurrenten sowohl um die Fahrer- als auch um die Konstrukteurswertung war. Weiter unklar ist, seit wann.

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