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Stallregie-Befehl bei Toro Rosso

"Dad hätte mir in die Eier getreten"

Max Verstappen - GP Singapur 2015 Foto: Red Bull 23 Bilder

In den Schlussrunden kam es zu Diskussionen im Toro Rosso-Lager. Max Verstappen sollte für Carlos Sainz Platz machen. Doch der Holländer machte das Spiel nicht mit. Am Ende gab Teamchef Franz Tost seinem Schützling recht und entschuldigte sich.

20.09.2015 Tobias Grüner

Wenn ein Fahrer eine Teamanweisung nicht ausführt, dann setzt es anschließend normalerweise einen Satz heiße Ohren. Doch in Singapur lobte Franz Tost seinen Piloten Max Verstappen sogar dafür, dass er sich dem Stallregie-Befehl in den Schlussrunden widersetzt hat.


Verstappen sollte für Sainz Platz machen

Was war passiert? Nach einigen spektakulären Überholmanövern versuchte Verstappen sich auch noch den Force India von Sergio Perez zu schnappen. Doch der Mexikaner wehrte sich erfolgreich. "Er war so schnell auf der Geraden. Man konnte nicht einmal versuchen ihn zu überholen", erklärte Verstappen später.

Doch der Toro Rosso-Kommandostand sah das offenbar anders. Auch Teamkollege Carlos Sainz sollte eine Chance bekommen, den Force India zu attackieren. "Carlos hatte beim Boxenstopp einen frischen Satz Reifen bekommen, Max hatte gebrauchte Reifen drauf. Wir dachten, dass er vielleicht eine bessere Chance hat", begründete Teamchef Franz Tost die Entscheidung.

Kein Streit bei Toro Rosso

Doch dazu kam es nicht. Verstappen führte den befohlenen Platzwechsel nicht aus. "Wenn man auf unterschiedlichen Strategien ist, dann ist es klar. Dann lässt man den anderen ziehen. Aber wir waren auf der gleichen Strategie", verteidigte sich der Pilot. Sainz hätte auch keine Chance gegen Perez gehabt, so die Argumentation.

"Max hatte Recht. Wenn Carlos deutlich schneller gewesen wäre, hätte er näher an ihn ranfahren müssen. Aber er blieb immer ein paar Zehntel hintendran. Deshalb war es am Ende die richtige Entscheidung. Das habe ich ihm auch gesagt", nahm Tost seinen Piloten in Schutz.

Weitere Rückendeckung bekam Max Verstappen von Vater Jos: "Er hat mir gesagt, dass er mir in die Eier getreten hätte, wenn ich ihn vorbeigelassen hätte", grinste der Junior. Sainz war weniger zum Lachen zumute: "Ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich schneller gekonnt hätte. Ich hätte gerne eine Chance bekommen. Wäre es nicht erfolgreich gewesen, hätte ich Max natürlich vor dem Ziel wieder vorbeigelassen."

Droht nun der offene Streit zwischen den beiden schnellen Rookies? "Ich erwarte überhaupt keinen Streit", so Tost. "Beide sind professionell genug." Auch die Fahrer versuchten die Wogen zu glätten. "Ich habe mit Carlos gesprochen. Alles ist gut. Das wird keine größeren Auswirkungen haben", so Verstappen. Sainz fügte an: "Wir verstehen uns gut. Aber wenn das Visier runtergeklappt wird, dann sind wir natürlich Rivalen."

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