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Niki Lauda zufrieden

"Das war mein Wunschresultat"

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Italien - 6. September 2014 Foto: xpb 73 Bilder

Die erste Startreihe strahlt in Silber. Die Fans dürfen einem weiteren Duell zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg entgegenfiebern. An der Mercedes-Box wird dagegen gezittert. Es hätte aber laut Niki Lauda schlimmer kommen können. Weil Nico Rosberg als WM-Spitzenreiter weniger riskieren muss.

06.09.2014 Michael Schmidt

Es war das Wunschresultat von Niki Lauda. Lewis Hamilton vor Nico Rosberg. Das sagt nichts über die Sympathien des dreifachen Weltmeisters für seine Fahrer aus, sondern ist reiner Pragmatismus. Hamilton hätte als Zweiter mehr riskieren müssen. Weil er in der WM 29 Punkte aufholen muss. "Nico kann es jetzt schlau angehen. Er muss nicht um jeden Preis gewinnen. Wenn er Zweiter wird, ist noch lange nichts verloren. Und er weiß ganz genau, dass bei den restlichen Rennen auch wieder ein paar an ihn abfallen werden."

Umfragen bestätigen Taktik

Teamchef Toto Wolff glaubt, dass die Manöverkritik vor einer Woche gewirkt hat: "Die beiden wissen jetzt ganz genau, was sie zu tun haben. Spa war ein extremes Szenario, und wir erwarten, dass es sich nicht wiederholt." An Stallregie dachte Wolff nur in den ersten Minuten nach dem GP Belgien: "Wenn man einmal ein Prinzip aufgestellt hat, sollte man sich daran halten. Wir fühlen uns auch durch unsere Umfragen auf Twitter und Facebook bestätigt. 92 Prozent unserer Fans waren dafür, dass wir Lewis und Nico gegeneinander fahren lassen."

Es wird trotzdem ein Zweikampf mit angezogener Handbremse sein. Weil die Angst im Hinterkopf mitfährt, der Konkurrenz einen Sieg zu schenken. Zumindest so lange, bis beide WM-Titel in der Tasche sind. "Dann kann man darüber reden, sie wieder etwas mehr von der Leine zu lassen."

Nico Rosberg ist trotz der guten Ratschläge und der Drohung von Sanktionen im Wiederholungsfall voll auf Sieg gepolt. "Wer nach dem Start hinten liegt, hat es schwer, dieses Rennen zu gewinnen. Weil bei einem Einstopp-Rennen wenig über die Strategie zu machen ist. Dann muss der zweite Mann den ersten auf der Strecke überholen. Ich werde deshalb versuchen, gleich den Start zu gewinnen." Rosberg und Hamilton wissen, dass der Spitzenreiter auch taktisch einen Joker in der Hand hält. Er darf bestimmen, wann er den Boxenstopp einlegt. Und der Zweite muss sich danach richten.

Rosberg macht sich keine Gedanken, dass ihn der erhobene Zeigefinger der Teamleitung in seinem Zweikampfverhalten bremsen wird: "Lewis und ich hatten in den ersten elf Rennen so viele enge Situationen, in denen nichts passiert ist. In Spa ist es halt mal schief gegangen. Ich fahre weiter mit der gebotenen Vorsicht." Das Verhältnis mit Hamilton hat Rosberg neu definiert. Von "Freundschaft" ist keine Rede mehr. Der Deutsche nennt es "respektvollen Umgang".

Rosberg warnt vor den Williams

Lewis Hamilton versuchte, sich von seiner ersten Pole Position seit dem GP Spanien nicht zu sehr ablenken zu lassen. "Ich liege immer noch 29 Punkte hinter Nico." Der Herausforderer weigert sich vom wichtigsten Rennen des Jahres sprechen: "Jedes Rennen ist wichtig, aber mir ist auch klar, dass mir langsam die Zeit davonläuft." Dass Hamilton am Freitag wegen eines defekten Steuergerätes eine Stunde lang in der Box stand und auf eine Rennsimulation verzichten musste, macht ihm keine großen Sorgen: "Meine Ingenieure sehen kein Problem. Bottas hatte einen guten Longrun, doch wir glauben, dass sich das durch die Spritmenge oder den Motormodus erklären lässt."

Rosberg teilt diese Meinung nicht ganz: "Auf die Williams werden wir aufpassen müssen." Das Setup-Problem vom Freitag wurde gelöst. Obwohl Rosberg wegen eines Getriebeproblems im dritten Training nicht fahren konnte. "Ich habe gleich in der ersten Runde in der Qualifikation gemerkt, dass sich das Auto viel besser anfühlt als gestern. Deshalb wäre es auch falsch zu sagen, dass ich die Pole Position verloren habe, weil ich im dritten Training zuschauen musste. Ich war mit meinem Auto zufrieden."

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