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Startproblem beim Heimspiel

Webber nach Fehlstart schneller als Vettel

Mark Webber Red Bull GP Australien 2013 Foto: Red Bull 61 Bilder

Melbourne bringt Mark Webber kein Glück. Auch diesmal blieb dem Australier beim Heimrennen das Podium verwehrt. Der Zweite des Trainings wurde Sechster. Allerdings mit drei Handikaps. Webbers Rennen begann erst in Runde 20. Ab da war er meistens schneller unterwegs als Teamkollege Sebastian Vettel.

17.03.2013 Michael Schmidt

Die Resultate von Mark Webber bei seinem Heim-Grand Prix sind kein Ruhmesblatt. Seit 2002 landete der Australier nur sechs Mal in den Punkterängen. Einem vierten, drei fünften und einem neunten Platz folgte ein sechster Rang bei Webbers zwölftem Start in Melbourne. Dabei ließ sich das Heimrennen ganz gut an für den Red Bull-Piloten. Webber startete vom zweiten Platz. So weit vorne in der Startaufstellung stand er nur 2010.

Telemetrie und KERS fielen aus

Doch dann begannen bereits die Probleme. Vor dem Start fiel die Telemetrie aus. Schuld war wieder einmal ein Fehler in der neuen Software der Einheitselektronik. Mit der gab es schon bei den Testfahrten Ärger. "Wir konnten den Druckpunkt der Kupplung nicht bestimmen. Deshalb habe ich den Start versiebt", klagte Webber. Der Lokalheld kam nur als Siebter aus der ersten Runde zurück. Das stand nicht im Skript.

Red Bull holte seinen Mann schnell aus dem Verkehr und verpasste ihm schon in der fünften Runde einen Satz neuer Reifen. Der Boxenstopp dauerte 2,65 Sekunden länger als geplant. "Das Auto fiel vom vorderen Wagenheber." Danach blickte Webber in das Heck von Jenson Buttons McLaren. Just in diesem Moment stieg auch das KERS im Red Bull mit der Startnummer 2 aus. "Ich kam an Jenson nicht vorbei und bin nach 18 Runden zum zweiten Mal an die Box, weil ich mir hinter ihm erneut die Reifen ruiniert habe."

Webbers Rennen begann in Runde 20

Das Rennen für Webber begann erst ab Runde 20. "Danach hatte ich freie Fahrt und war meistens auch schneller als Vettel." Spürt man da so etwas wie Rivalität? Selbst Teamberater Helmut Marko, der kein ausgewiesener Webber-Fan ist, musste zugeben: "Mark ist mit den Reifen besser umgegangen als Vettel. Das ist eine der vielen Fragen, die wir klären müssen."

Webber konnte sich die Formschwäche der Red Bull im Rennen auch nicht erklären: "Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, warum wir im Rennen unser Tempo verloren haben. Wir konnten bei den Testfahrten nicht alle Programmpunkte abspulen und sind mit offenen Fragen nach Melbourne gefahren. Aber das betrifft nicht nur uns. Ich wette, dass auch Lotus nicht schlüssig erklären kann, warum sie das Rennen gewonnen haben."

Es liegt in den Genen der Autos

Dass Red Bulls unerklärlicher Leistungsabfall allein an der Abstimmung lag, will Webber nicht glauben. "Da liegt auch viel in den Genen der einzelnen Autos. Wir sind tendenziell im Training immer stärker gewesen als im Rennen. Bei Ferrari und Lotus war es umgekehrt. Es geht heute gar nicht mehr, dass du dein Setup voll auf das Training auslegst und das Rennen dabei vernachlässigst."

Da spielt schon eher die Rennsituation eine Rolle. Vettel und Webber steckten oft im Verkehr. "Wenn du mit frischen Reifen auf die Strecke gehst und ein Auto vor dir hast, musst du sofort vorbei. Danach kannst du die Reifen schonen. Erst auf die Reifen aufpassen und dann angreifen kannst du komplett vergessen. Hinter einem anderen Auto verlierst du so viel Abtrieb, dass dir die Reifen schnell kaputtgehen. Dann hast du gar nicht mehr die Möglichkeit anzugreifen. So ist es mir mit Button gegangen."

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