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Statistik Bahrain Test 2014 (1)

Ein Drittel weniger Kilometer als 2013

Caterham - Bahrain - Formel 1 Test - 2014 Foto: ams 50 Bilder

Die Statistik der ersten Testwoche in Bahrain spricht eine deutliche Sprache. Die Zuverlässigkeit muss bis Melbourne besser werden. Insgesamt wurden nur 12.566 Kilometer abgespult - 2013 waren es deutlich mehr.

23.02.2014 Tobias Grüner

Nach dem Auftakt in Jerez hatten sich die Teams viele Antworten von der zweiten Testwoche in Bahrain erhofft. Doch noch immer schweben viele Fragezeichen über dem Fahrerlager. Keiner kann zum aktuellen Zeitpunkt sagen, was die Fans in Melbourne erwarten können. Zwar wurde in Bahrain deutlich mehr Kilometer als in Jerez abgespult, von einem Normalzustand kann aber noch keine Rede sein.

Bahrain-Statistik als Alarmsignal

In den ersten beiden Testwochen des Jahres wurden 3.792 Runden über eine Gesamtdistanz von 19.074 Kilometer abgespult. In Jerez waren es noch 6.508 Kilometer, in Bahrain schon 12.566 Kilometer. Der deutliche Zuwachs liegt einerseits an der verbesserten Zuverlässigkeit der Technik. Zudem war beim Spanien-Auftakt Marussia nur halb und Lotus gar nicht im Einsatz.
 
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr hatte die neue Formel 1-Generation bereits 31.640 Kilometer auf dem Zähler - dieses Jahr sind es also gut ein Drittel weniger. Besonders auffallend sind die großen Unterschiede von Team zu Team. Einige Autos scheinen schon bereit für den Saisonstart in Australien zu sein. Andere scheinen noch ewig weit weg.

Renault-Teams weiter hinten in Kilometerwertung

Kilometerkönig der zweiten Testwoche war Williams. Obwohl Felipe Massa den Bahrain International Circuit am ersten Tag nur 5 Mal umrunden konnte, kam das Traditionsteam am Ende auf 323 Runden (1.748 km). Zweiter in der Zuverlässigkeitswertung wurde Mercedes mit 315 Runden (1.704 km). Platz 3 ging an McLaren (296 Runden / 1.601 km). Ferrari war ebenfalls gut unterwegs. 287 Runden, 1.553 Kilometer - Platz 4 in der Distanztabelle.

Caterham (253), Sauber (240) und Force India (213) bilden in der Rundenwertung das Mittelfeld. Am Tabellenende befinden sich 3 Renault-Teams unter den letzten Vier: Toro Rosso kam auf 139 Runden, Red Bull schaffte 116, der neue Lotus legte 111 Umläufe zurück. Schlusslicht war Marussia mit gerade einmal 29 Runden. Noch eindeutiger ist die Aufschlüsselung nach Motorenherstellern. Hier führt Mercedes mit 1.147 Runden klar vor Renault (619) und Ferrari (556).
 
Auch in Sachen Rundenzeiten liegt Mercedes klar an der Spitze. Zwar ist der Speed noch nicht hundertprozentig aussagekräftig, weil einige Teams noch gar nicht mit der Abstimmungsarbeit beginnen konnte, aber die Abstände sind bereits groß. Obwohl Nico Rosberg und Lewis Hamilton mit Soft-Reifen und nicht mit Supersoft unterwegs waren, liegen sie einsam an der Spitze (siehe Tabelle).

Supersoft-Reifen 7 Zehntel schneller

Laut Information von Pirelli konnte man in Bahrain erste Daten zu den Abständen der einzelnen Mischungen sammeln. Danach ist der Supersoft 7 Zehntel pro Runde schneller als der Soft. Der Soft ist 1,2 Sekunden schneller als der Medium. Und zwischen Medium und Hard liegen noch einmal 1,3 Sekunden pro Runden. Allerdings erwartet der Reifenlieferant auch, dass die Abstände etwas sinken, wenn sich die Autos weiter entwickeln.

Insgesamt hat Pirelli 341 Reifensätze nach Bahrain mitgebracht. Davon waren 199 im Einsatz. Die längsten Runs auf den Medium- und Hard-Reifen gingen über 22 Runden. Soft und Supersoft waren maximal 16 Runden am Stück im Einsatz. Komplette Rennsimualtionen haben nur 3 Piloten geschafft: Valtteri Bottas (Williams), Jenson Button (McLaren) und Nico Rosberg (Mercedes).

Mit 174 Runden war Rosberg vor Bottas (171) auch der fleißigste Pilot der Woche. Seine Wochenbestzeit von 1:33.283 Min. lag weniger als eine Sekunde von seiner Pole Position-Zeit vom Bahrain Grand Prix 2013 entfernt. Damals war der Deutsche eine 1:32.330 Min. gefahren.

FahrerTeamZeitRückstandReifen
1. Nico RosbergMercedes1:33.283soft
2. Lewis HamiltonMercedes1:34.263+ 0.980soft
3. Kevin MagnussenMcLaren1:34.910+ 1.627supersoft
4. Jenson ButtonMcLaren1:34.957+ 1.674soft
5. Nico HülkenbergForce India1:36.445+ 3.162soft
6. Fernando AlonsoFerrari1:36.516+ 3.233soft
7. Kimi RäikkönenFerrari1:36.718+ 3.435soft
8. Felipe MassaWilliams1:37.066+ 3.783soft
9. Esteban GutierrezSauber1:37.180+ 3.897soft
10. Valtteri BottasWilliams1:37.328+ 4.045---
11. Sergio PerezForce India1:37.367+ 4.084---
12. Felipe NasrWilliams1:37.569+ 4.286---
13. Pastor MaldonadoLotus1:38.707+ 5.424soft
14. Daniil KvyatToro Rosso1:38.974+ 5.691---
15. Daniel RicciardoRed Bull1:39.837+ 6.554---
16. Kamui KobayashiCaterham1:39.855+ 6.572soft
17. Sebastian VettelRed Bull1:40.224+ 6.941---
18. Adrian SutilSauber1:40.443+ 7.160---
19. Jean-Eric VergneToro Rosso1:40.472+ 7.189---
20. Romain GrosjeanLotus1:41.670+ 8.387---
21. Marcus EricssonCaterham1:42.130+ 8.847---
22. Max ChiltonMarussia1:42.511+ 9.228---
23. Robin FrijnsCaterham1:42.534+ 9.251---
24. Jules BianchiMarussiaohne Zeit------
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