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Stefano Domenicali

Ja zu Schumacher, nein zu Honda

Stefano Domenicali Foto: Ferrari 25 Bilder

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali räumte am Rande der Präsentation des neuen F60 mit einigen Gerüchten auf: So soll Michael Schumacher auch weiter für die Roten Testarbeit leisten.

12.01.2009 Michael Schmidt

Der neue Ferrari F60 schlägt aus der Art. Auf F2007 und F2008 folgt F60. Teamchef Stefano Domenicali erklärt warum: "Wir wollen damit demonstrieren, dass Ferrari vom ersten Jahr an in der Formel 1 vertreten war. 2009 ist die 60. Saison der Formel 1. Ferrari war das einzige Team, das immer dabei war, in guten wie in schlechten Zeiten."
 
Positiv denken, das ist die Message, die der 48-jährige Betriebswirt aus Imola am ersten Testtag des neuen Autos vermitteln will. "Die Zeiten sind hart. Es wird eine ungewöhnliche Saison mit riesigen Herausforderungen. Probleme sind dazu da, gelöst zu werden." Der Schlüssel zum Erfolg ist laut Domenicali mehr denn je die Standfestigkeit, also ausgerechnet der Schwachpunkt der Roten in der abgelaufenen Saison.

KERS-Rückstand gegenüber der Konkurrenz

"Erstens beginnen wir wegen des neuen technischen Reglement auf vielen technischen Gebieten mit einem weißen Blatt Papier. Reifen und Aerodynamik sind neu. KERS ist eine große Unbekannte. Der Motor muss doppelt solange halten wie bisher. Gleichzeitig dürfen wir nur noch 15.000 Kilometer testen. Wir müssen deshalb unsere Prüfstandsarbeit intensivieren."
 
KERS liegt Ferrari immer noch im Magen. Die Hauptkonkurrenten McLaren-Mercedes und BMW haben bereits Streckenerfahrung mit dem Hybridantrieb. McLaren rund 3.700 Kilometer, BMW 2.000 km. "Für uns ist dieser Tag eine Premiere", gibt Domenicali zu. "Wir fahren zum ersten Mal mit KERS im Auto. Deshalb sind Probleme nicht ausgeschlossen."

Premierenrunden am Morgen

Felipe Massa drehte bei frühlingshaften 10 Grad im schneefreien Mugello schon am Vormittag die ersten vier Runden. Um 10.35 Uhr wurde die rote Rakete gezündet. Ferrari st das erste Team, das sein neues Auto präsentiert. Mit einer gewissen Nervosität, wie Domenicali zugibt. "Es gibt mehr Unbekannte als je zuvor. Wir werden unsere Konkurrenten noch genauer beobachten müssen als das schon der Fall war. Wir haben keine Ahnung, wo wir stehen."
 
Michael Schumacher wird Maranello als Entwicklungshelfer verbunden bleiben. Gerüchte, der siebenfache Ex-Weltmeister solle aus Kostengründen nicht mehr in Anspruch genommen werden, sind laut Domenicali aus der Luft gegriffen: "Michael hat neben unserem Testfahrer Luca Badoer die meiste Erfahrung mit den profillosen Slicks. Mehr als Felipe Massa und Kimi Räikkönen, die in ihrer Karriere nur wenig mit Slicks gefahren sind. Deshalb wird er ein wichtiger Bestandsteil unseres Entwicklungsprogramms sein. Das ist auch der Grund, warum er heute bei der Präsentation anwesend ist."

Auch mit einer anderen Spekulation räumte Domenicali auf. Maranello hat nicht die Absicht, das Honda-Team mit Motoren zu beliefern, sollte es einen Käufer finden. "Die Chance, dass wir das Team mit unserem Motor beliefern, ist praktisch gleich Null."

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