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Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali

Rücktrittsgedanken nach Abu Dhabi-Pleite

Stefano Domenicali Foto: xpb 37 Bilder

Nach dem enttäuschenden Formel 1-Finale von Abu Dhabi hat Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali über einen Rücktritt nachgedacht. Das hat der Italiener nun in einem Interview mit der Zeitung "La Repubblica" zugegeben.

04.01.2011 Tobias Grüner

Zwei Jahre ist Stefano Domenicali nun im Amt des Teamchefs der Scuderia Ferrari. Einen WM-Titel kann der Italiener seitdem noch nicht vorweisen. Nach dem schwachen Jahr 2009 folgte auch am Ende der Saison 2010 die große Enttäuschung. Im dramatischen Finale verlor Fernando Alonso den schon sicher geglaubten Titel doch noch an Sebastian Vettel.

Für Teamchef Domenicali war die Niederlage nur schwer zu verkraften, wie er nun in einem Interview mit der italienischen Zeitung "La Reppublica" zugibt. An eine Entlassung durch seinen Arbeitgeber habe er zwar nicht gedacht. "Aber nach Abu Dhabi habe ich das Thema selbst aufgebracht. Ich habe mich selbst gefragt, ob es richtig ist zu bleiben oder besser zu gehen."

Domenicali: "Rücktritt wäre ein Fehler"

Nach reiflicher Überlegung entschied sich Domenicali weiterzumachen. "Ich klebe nicht an meinem Stuhl. Aber ich bin zu der Entscheidung gekommen, dass der Rücktritt ein Fehler wäre." Der Ferrari-Capo ist überzeugt, dass er die Früchte seiner Arbeit in Zukunft ernten kann.

Beim Blick zurück auf die Saison sieht der Italiener nur zwei negative Dinge: "Erstens war das Auto nicht so schnell wie der Red Bull und als zweiter Punkt der Fehler von Abu Dhabi." Albträume wie Technikchef Aldo Costa habe er nach dem Strategie-Lapsus im Saisonfinale aber nicht gehabt. "Der Fehler war groß und hatte verheerende Auswirkungen. Aber in einem normalen Rennen wäre es ein normaler Fehler gewesen."

Vettel auch 2011 größter Konkurrent

Domenicali kündigte an, dass er seinem Team auch 2011 wieder voll angreifen zu wollen. Als größten Konkurrent um den WM-Titel sieht er Sebastian Vettel. "Aber auch McLaren wird stark zurückschlagen. Sie sind immer vorne dabei und Hamilton ist ein außergewöhnlicher Pilot. Ich erwarte auch Mercedes stärker. Sie haben zu viel investiert, um sich eine Saison wie die letzte noch einmal leisten zu können."

Mit den Reglementänderungen erwartet der Ferrari-Teamchef außerdem mehr Rennaction im kommenden Jahr. "Auf der Strecke gibt es eine kleine Revolution. Es ist nicht mehr so leicht möglich von der Pole Position zum Rennsieg zu fahren. Die Strategie wird wichtiger."

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