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Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali

"Titel wird schwieriger aber nicht unmöglich"

Fernando Alonso Foto: xpb 36 Bilder

Ferrari ist einer der großen Verlierer des Chaosrennens von Belgien. Fernando Alonso rutschte sieben Runden vor dem Ziel ins Kies. Das Team aus Maranello will aber nicht aufgeben. "Vielleicht läuft es nächstes Mal schon andersrum", macht sich Teamchef Domenicali Mut.

29.08.2010 Tobias Grüner

Mit großen Hoffnungen ist Ferrari zur Achterbahn-Fahrt ins belgische Spa gereist. Umso größer war am Ende die Enttäuschung, als nur ein vierter Platz für Felipe Massa heraussprang. Fernando Alonso hat nach seinem Ausrutscher ins Kiesbett schon 41 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Lewis Hamilton.

"Das war kein positives Wochenende für uns", klagte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali nach dem Rennen. "Was die Punkte betrifft, haben wir Boden verloren. Es wird sicher schwieriger, aber nicht unmöglich." Hoffnung schöpft der Italiener aus der Vergangenheit. "2007 waren wir 17 Punkte hinten und es gab nur noch zwei Rennen." Damals gewann Kimi Räikkönen noch den Titel im Kampf gegen Hamilton.

Ferrari will weiter kämpfen

Aufgeben gilt für die Italiener nicht. Schon gar nicht vor dem Heimspiel in Monza. "Wir werden weiter kämpfen. Heute blieben drei der fünf Titelkandidaten punktlos und leider war unser Fahrer einer davon." Alonso fügt an. "Vielleicht ist es in Monza schon anders herum." Den Dreher nimmt der spanische Doppelweltmeister auf seine Kappe. "Ich bin auf dem Kerb ausgerutscht und habe das Heck verloren."

Neben dem Pech im Rennen beklagte Domenicali vor allem die schwache Pace seines Autos. "Wir haben an diesem Wochenende nicht die Leistung gezeigt, die wir erwartet haben. Jetzt müssen wir verstehen, was genau passiert ist. Vor zwei Rennen musste McLaren noch kämpfen. Heute waren sie sehr stark. Von Rennen zu Rennen wechselt die Lage sehr schnell. Es ist schwer, etwas vorauszusehen. Alles kann passieren. Das einzige Auto, das immer sehr schnell zu sein scheint, ist Red Bull."

Domenicali wäre gerne in der Situation von Red Bull

Red Bull-Teamchef Christian Horner stapelte vor dem Ferrari-Heimspiel jedoch tief und bezeichnete Monza als schwächste Strecke für den RB6. Domenicali hatte dafür nur ein Grinsen übrig. "Ich wäre gerne in ihrer Position. Ich hätte gerne auch ein solches Auto mit der schwächsten Leistung in Monza. Ich erwarte sie sehr stark." Eine Entscheidung, ob Ferrari beim Highspeed-Festival mit F-Schacht antritt, scheint auch schon gefallen. "Momentan sieht es so aus, als bleibe der F-Schacht im Einsatz."

Um den großen Rückstand aufzuholen, braucht Ferrari nun gute Ergebnisse in jedem der sechs Rennen. Sollte aber Korea wie befürchtet wegen Verzögerungen bei der Fertigstellung der Strecke ausfallen, würde Alonso eine Chance weniger erhalten, nach vorne zu kommen. Komischerweise scheint das Domenicali keine besonderen Sorgen zu bereiten. "Das wäre ein Problem für alle. Weil jeder um den Titel kämpft. Ich glaube aber momentan nicht daran, dass das passiert. Ich denke, dass es stattfindet."

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