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Stepney

"Keine böse Absicht"

Foto: giw 62 Bilder

Ich einem nun an die Öffentlichkeit gelangten Brief von Nigel Stepney an FIA-Präsident Max Mosley verteidigt sich der ehemalige Ferrari-Mechaniker gegen die Spionage-Vorwürfe.

04.10.2007

"Es war falsch, Mike Coughlan Zugang zu den internen Ferrari-Dokumenten zu gewähren", schreibt Stepney in dem Brief, der auf der Webseite "grandprix.com" veröffentlicht wurde. Er habe die Seiten angeblich nur zum eigenen Gebrauch ausgedruckt, um sie als Schulungsmaterial in einem Design-Lehrgang zu verwenden. Als Stepney die Seiten dann Coughlan kurz durchblättern ließ, habe der McLaren-Ingenieur die Blätter eingesteckt.

Stepney wollte Ferrari verlassen

"Er brauche sich keine Sorgen zu machen", soll ihm sein damaliger Freund zugesichert haben. Außerdem konnte Coughlan mit den Daten sowieso nichts anfangen. "McLaren kann auch ohne Hilfe von außen Titel gewinnen", schreibt Stepney. Und so wechselten die Dokumente schließlich den Besitzer. In Coughlan suchte Stepney einen Partner, um bei einem anderen Rennstall anzuheuern. Wie bereits bekannt, war Honda eine der ersten Anlaufadressen des Duos.

Es sei allerdings niemals beabsichtigt gewesen, die Informationen bei fremden Teams zu verwenden, so Stepney. Er entschuldigte sich bei Mosley, wenn durch sein Handeln der Ruf der FIA und anderer Parteien beschädigt worden sei. Der Ex-Ferrari-Mechaniker beklagte allerdings auch, dass sein ehemaliger Arbeitgeber seinen Laptop konfiszierte und er nun keine Möglichkeit mehr habe, Dokumente zu seiner Verteidigung vorzulegen.

Vorwürfe gegenüber FIA

Neben der Übergabe der Dokumente erklärte Stepney auch die Geschichte mit dem illegalen Ferrari-Unterboden. Bereits in der Entwicklung habe er den Chefdesigner Aldo Costa darauf aufmerksam gemacht, dass dieser nicht regelkonform sein könnte. Als das Konzept aber auch vor dem ersten Grand Prix von Australien noch nicht geändert wurde, habe ihm Costa mitgeteilt, dass man den Vorteil so lange ausnutzen wolle, bis ein anderes Team die FIA einschaltet.

Um "eine faire und saubere WM" zu sichern habe Stepney dann selbst Peter Wright von der FIA informiert, der die Informationen an den Technischen Direktor Charlie Whiting weitergeleitet haben soll. Allerdings sei vor dem Rennen in Melbourne lange nichts passiert und Ferrari konnte den Grand Prix locker gewinnen. In seinem Brief stellt Stepney die vorwurfsvolle Frage, warum Whiting nicht früher gehandelt habe. Um die Angelegenheit endlich zu klären, habe er dann Coughlan davon erzählt, damit McLaren eine offizielle FIA-Untersuchung beantragen konnte.

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