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Stimmen zum Monza-Klassiker

"Nicht so einfach wie es aussieht"

Sebastian Vettel & Nico Rosberg 2013 Foto: xpb 46 Bilder

Um Sie auf den Highspeed-Klassiker in Monza einzustimmen, haben wir die Aussagen der wichtigsten Protagonisten zum GP Italien eingesammelt. Die Erwartungen der Piloten an das Rennen im Königlichen Park sind unterschiedlich. Die Freude aber überall gleich groß.

03.09.2013 Tobias Grüner

Nico Rosberg (Mercedes): Beim letzten Europarennen der Saison herrscht stets eine besondere Atmosphäre und die italienischen Fans sind besonders Formel 1 begeistert. Wirklich schön ist, dass ich Italienisch spreche und so mit den Fans an der Strecke kommunizieren kann. Es ist ein fantastisches Gefühl, in dem Wissen nach Monza zu reisen, dass wir ein schnelles Auto haben und ich hoffe, dass wir dort wie in Belgien ein weiteres starkes Mannschaftsergebnis einfahren können. Dafür müssen wir mit Volldampf weiter arbeiten und ich weiß, dass die Jungs in unseren Werken in Brackley und Brixworth gerade genau das machen.

Sebastian Vettel (Red Bull): Monza besteht im Prinzip nur aus Geraden und Schikanen. Deshalb erreichen wir dort die schnellsten Top-Speeds des Jahres - bis zu 330 km/h. Das Beschleunigen aus der Parabolica ist immer ein Balance-Akt - wenn man sich nur den kleinsten Fehler erlaubt, rutscht man schneller ins Kies als man denken kann. Die Strecke weckt für mich immer tolle Erinnerungen, vor allem an meinen Sieg 2008 mit Toro Rosso. Das Gefühl zum ersten Mal ganz oben auf dem Podium ist unbeschreiblich und Monza war einer der besten Orte dafür, weil tausende begeisterte Fans direkt unter einem stehen. Da bekommt man Gänsehaut.

Nico Hülkenberg (Sauber): Ich erinnere mich noch an den Gewinn des GP2-Titels 2009, den ich nach dem Rennen am Sonntagmorgen sicherstellen konnte. In Monza benötigt man wenig Abtrieb, was eine Herausforderung ist, wenn man vor den Schikanen von 340 km/h auf Geschwindigkeiten von etwa 60 km/h abbremst. Die Strecke hat einen schlichten Grundriss, es ist aber nicht so einfach, wie es aussieht. Neben den Schikanen gibt es Stellen, die sehr technisch sind, außerdem muss man die Randsteine optimal fahren.

Adrian Sutil (Force India): Unser Auto ist sehr effizient und wir haben in Spa einen guten Top-Speed gezeigt. Das erwarte ich auch in Monza. Wir sind dort normalerweise immer gut unterwegs und wenn ich mich richtig erinnere, war Paul (di Resta) im Qualifying im Vorjahr auch vorne dabei. Auf dieser Strecke habe ich 2009 mein bestes Formel 1-Ergebnis eingefahren. Wir müssen weiter Punkte sammeln. Ich habe ein gutes Gefühl für den jetzt kommenden Teil des Jahres.

Kimi Räikkönen (Lotus): Ich habe noch nie in Monza gewonnen. Es hat aus verschiedenen Gründen einfach nicht geklappt. Aber das heißt nicht, dass mir die Strecke nicht liegt. Ich war schon ein, zwei Mal nah am Sieg dran, aber irgendwas kam immer dazwischen. Leider hat unser Auto mit wenig Abtrieb auf schnelle Strecken bisher nicht die besten Leistungen gezeigt, aber aus der Fabrik kommen einige Updates, die das Auto stabiler und schneller machen sollten. Wir müssen den Trainingsfreitag abwarten. Danach können wir besser einschätzen, was möglich ist.

Lewis Hamilton (Mercedes): Der Streckenverlauf und die Atmosphäre sind etwas ganz Besonderes - es ist wie eine Reise zurück zu den Wurzeln der Formel 1. Das Auto erhält in Monza ein gänzlich anderes Aerodynamik-Paket als auf allen anderen Strecken im Rennkalender, um mit so wenig Abtrieb wie möglich das Beste aus den vier langen Geraden herauszuholen. Im vergangenen Jahr habe ich zum ersten Mal in meiner Karriere in Italien und auf dieser speziellen Strecke gewonnen und das war einfach wunderbar. Zuletzt haben wir an einem starken Rennwochenende in Belgien ein gutes Teamergebnis erzielt und genau das wollen wir in den verbleibenden Rennen der zweiten Saisonhälfte regelmäßig wiederholen.

Jenson Button (McLaren): Mir gefallen Strecken, die ein wenig Geschichte vorweisen können, und Monza hat davon im Überfluss. Dieser Ort ist einfach einzigartig. Nachdem wir das "alte" Hockenheim verloren haben, war es die einzige Strecke, wo wir in einer Konfiguration mit extrem wenig Abtrieb unterwegs sind. Das Auto beschleunigt unglaublich schnell, benimmt sich bei Vollgas nervös und ist sehr tückisch beim Bremsen. Mir gefällt diese Herausforderung. Wenn man sich an das Auto gewöhnt, kommt man in Monza in einen speziellen Rhythmus. Dann wird man so schnell, dass die ganze Runde ineinander fließt. Das gibt es sonst nirgendwo.

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