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Strafen beim GP Italien

Red Bull plant Motorwechsel in Monza

Daniil Kvyat - Red Bull - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 22. August 2015 Foto: Wilhelm 61 Bilder

Red Bull wird seine Autos wohl schon in Monza mit neuen Renault-Motoren ausrüsten. Teamchef Christian Horner erklärte, dass die fälligen Strafen auf der italienischen Highspeed-Strecke weniger schmerzen als anschließend in Singapur.

24.08.2015 Tobias Grüner

Das Verhältnis von Renault und Red Bull wird trotz 4 gemeinsamen WM-Titeln wohl keine Liebesbeziehung mehr. In Spa ereilte Daniel Ricciardo ein Hybrid-Ausfall, der laut Teamchef Christian Horner auf das Konto des französischen Antriebspartners ging.

Red Bull opfert Monza für Singapur

Es ist nicht der erste Defekt der Renault Power Unit. Kvyat und Ricciardo waren in Belgien bereits mit Antriebseinheit Nummer 5 unterwegs. Weil bekanntlich nur 4 Motoren pro Saison erlaubt sind, droht beim nächsten Wechsel erneut eine Rückversetzung in der Startaufstellung. Die erste dieser Strafen hatte Red Bull beim Heimspiel in Spielberg angetreten.

"In Anbetracht der Anzahl der noch verbleibenden Rennen schauen wir hier in eine geladene Waffe", so Horner. Die Strafe ist unausweichlich. "Aus strategischen Gründen ist es am wahrscheinlichsten, dass wir sie in Monza nehmen. Wir wollen ja nicht mit alten Motoren nach Singapur kommen, wo wir die nächste Chance auf ein gutes Ergebnis haben."

Noch unklar ist, ob Red Bull wie von McLaren vorgemacht, gleich 2 neue Antriebseinheiten an einem Wochenende einsetzt, um neue Aggregate mit wenig Laufleistung in den Motorenpool zu bekommen. Trotz der doppelten Strafe geht es bekanntlich in der Startaufstellung nicht weiter zurück als in die letzte Reihe. Dort würde man ja schon mit einem Motortausch stehen.

Weitere Motorenstrafen in den letzten Rennen

Monza wird übrigens nicht die letzte Motorenstrafe in dieser Saison sein. In Russland soll endlich das lang erwartete Upgrade kommen. 4 Token will Renault für die Weiterentwicklung verwenden. Danach bleiben noch 8 Token übrig. Diese müssen auch noch innerhalb der Saison eingelöst werden. Sonst verfallen sie.

Mit jeder Einführung einer neuen Spezifikation setzt es neue Strafen, weil Red Bull bereits mit allen Elementen über den erlaubten Limits liegt. Wie erwähnt: Eine Liebesbeziehung wird das Verhältnis nicht mehr.

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