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Strafen nach Suzuka-Qualifying

Gelbsünder müssen fünf Startplätze zurück

Rubens Barrichello Foto: dpa 32 Bilder

Nach vierstündiger Sitzung verkündeten die Kommissare ihr Urteil über die Gelbsünder der Qualifikation. Jenson Button, Rubens Barrichello, Fernando Alonso, Adrian Sutil und Sebastien Buemi müssen fünf Startplätze zurück. Nick Heidfeld und Robert Kubica wurden begnadigt.

03.10.2009 Michael Schmidt

Die Szene zwei Minuten vor Ende der zweiten K.O.-Runde der Qualifikation zum GP Japan gibt der Startaufstellung ein neues Gesicht. Jenson Button, Rubens Barrichello, Fernando Alonso, Adrian Sutil und Sebastien Buemi werden um fünf Startplätze strafversetzt. Ausgangspunkt war ein Crash des Toro Rosso-Piloten Sebastien Buemi am Ausgang der Spoon-Kurve.

Der Schweizer bandelte mehrmals an den Leitplanken an beim Versuch seinen Toro Rosso auf der Straße zu halten. Dabei verstreute er diverse Wrackteile, darunter auch den Frontflügel des Autos. Das löste eine Gelbphase aus. Die gelben Flaggen waren sogar doppelt geschwenkt, was laut FIA-Statuten heißt: Bereitmachen zum Anhalten. Überholen oder Schnellfahren ist strengstens verboten.

Beide BMW-Piloten lupfen Gasfuß

Sieben Fahrer verbesserten in der fraglichen Runde ihre Sektorzeit im zweiten Abschnitt. Sechs davon wurden zur Rennleitung geladen. Kimi Räikkönen, der direkt hinter Buemi fuhr, konnte auf die gelben Flaggen nicht mehr rechtzeitig reagieren. Nick Heidfeld und Robert Kubica wurden freigesprochen. Beide BMW-Piloten hatten ihre Geschwindigkeit deutlich verlangsamt. Das zeigten die Telemetrieausdrucke.

Bei den Brawn GP-Piloten Jenson Button und Rubens Barrichello zeigten die Sportkommissare kein Pardon. Beide hatten an der Unfallstelle nicht mal ihren Fuß vom Gas genommen. Sie gaben als Begründung an, dass sie die Situation als nicht gefährlich einschätzten. Dafür zeigten die Kommissare Steve Earle, Jose Abed und Kazunari Yamanashi kein Verständnis. Es könne nicht angehen, dass der Fahrer entscheidet, welche Situation gefährlich ist, lautete die Antwort der FIA-Polizei.

Sutil gibt Vollgas

Auch Force India-Pilot Adrian Sutil verlor seinen vierten Startplatz, weil er mit Vollgas an den Wrackteilen vorbeifuhr. Fernando Alonso wollte besonders schlau sein. Er blieb zunächst auf dem Gas, verlangsamte dann aber nach der Unfallstelle seine Geschwindigkeit. Zu spät, wie die FIA-Richter befanden.

Bei Sebastien Buemi lag der Fall ganz anders. Er hatte die kritische Szene ausgelöst und fuhr trotz beschädigtem Auto weiter. Dem Toro Rosso fehlte der Frontflügel und der Diffusor. Außerdem war die rechte Hinterradaufhängung eingeknickt. Auf dem Weg zurück zu den Boxen behinderte er mehrere Fahrer, darunter auch Robert Kubica. Der Schweizer erhielt neben seiner Strafversetzung auch noch eine Verwarnung.

Bekanntes Strafmaß

Im Feld wurde die Bestrafung der Gelbsünder begrüßt. Viele fanden das Strafmaß jedoch als zu gering. 1997 war Jacques Villeneuve disqualifiziert worden, weil er an der gleichen Stelle unter gelben Flaggen nicht vom Gas gegangen war. Villeneuve war damals allerdings Wiederholungstäter. Die FIA verweist beim Strafmaß auf einen Fall aus dem Vorjahr. Auch da war der Gelbsünder um fünf Plätze zurückgesetzt worden.

Profiteure der Massenstrafe sind Nick Heidfeld und Kimi Räikkönen. Sie rücken auf die Plätze vier und fünf vor. Normalerweise hätte auch Heikki Kovalainen von den Strafen profitiert, doch der Finne wanderte wegen eines Getriebewechsels fünf Plätze zurück.

Vettel wieder im Titelrennen

Die WM-Kandidaten Rubens Barrichello und Jenson Button werden auf die Ränge zehn und zwölf durchgereicht. Das erhöht Sebastian Vettels Chancen, mit einem Sieg im Titelrennen auf die Brawn GP-Piloten aufzuschließen. Denn zwischen ihm, Barrichello und Button liegen mit Lewis Hamilton, Kimi Räikkönen und Heikki Kovalainen drei Autos mit KERS an Bord. Und die sind unüberholbar.

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