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Strafen und Schrecksekunden in Russland

Eine fast perfekte Organisation

Romain Grosjean - GP Russland 2015 Foto: xpb 14 Bilder

Der GP Russland war reich an Unfällen, Strafen und Schrecksekunden. Nicht nur in der Formel 1. Obwohl ein Streckenposten mitten im Verkehr ein Wrackteil barg, kam die FIA zu dem Schluss, dass der GP Russland zu den bestorganisierten Veranstaltungen im Jahr zählt.

13.10.2015 Michael Schmidt

Es krachte an allen Ecken und Enden. In der GP3, der GP2 und der Formel 1. Immer wieder wurden die Tecpro-Barrieren in Mitleidenschaft gezogen und in Windeseile geflickt. Beim Unfall von Romain Grosjean brauchten die Helfer nur 5 Runden, um die stark beschädigten Plastik-Bausteine zu reparieren.

Sie hatten bei einem Massenunfall im ersten der beiden GP2-Rennen viel Zeit zum Üben. Da wurde das Rennen für 30 Minuten unterbrochen. Die Kritik im Umfeld des Sainz-Unfalls war überzogen. Sie kam auf, weil sich der Toro Rosso in den Tecpro-Bausteinen eingrub. Der Spanier überlebte ein Worstcase-Szenario unverletzt. Was will man mehr?

Nur zwei kleine Zwischenfälle in Russland

Für FIA-Rennleiter Charlie Whiting gab es nur zwei Beanstandungen. In einem GP2-Rennen begab sich ein Fahrer eines Bergefahrzeugs auf eigene Initiative an den Unfallort. Aber nicht auf der Service-Straße, sondern der Rennstrecke auf der das Rennen neutralisiert hinter dem Safety-Car lief. Da kannte der russische Veranstalter keinen Pardon. Der Mann wurde ausgetauscht.

Auch der Streckenposten, der in Kurve 14 die Heckflügelendplatte des Toro Rosso von Carlos Sainz bergen wollte, wird sich vor den Organisatoren erklären müssen. Der Mann lief ohne Freigabe über die Strecke. "Normalerweise informieren wir erst die Streckenposten darüber, wo es Lücken im Verkehr gibt. Dann laufen sie los. Hier war ich schon ein bisschen überrascht, als ich Vettel am Funk hörte, wie er den mutigen russischen Helfer erwähnte", erzählte FIA-Rennleiter Charlie Whiting.

Und wurde dann ein Lob los: "Das war eine fast perfekte Veranstaltung. Die Streckenposten und die Inspektoren in den Boxen haben einen exzellenten Job gemacht. Sie sind absolut gründlich und kennen das Regelbuch in- und auswendig."

Alonso drei Mal neben der Spur

In Sochi ließen eher die Fahrer Disziplin vermissen. In den kleineren Klassen hagelte es Strafen, weil es die Fahrer mit ihrem Einsatz übertrieben. Aber auch in der Formel 1 mussten sich zwei Fahrer vor den Sportkommissaren verantworten. Kimi Räikkönen bekam 30 Strafsekunden aufgebrummt, weil er in der letzten Runde Valtteri Bottas von der Strecke geschoben hatte. Sein Renningenieur soll ihn vor der Runde noch angefeuert haben: "Auf geht's Kimi. Jetzt oder nie."

Fernando Alonso wurde um 5 Sekunden nach hinten versetzt, weil er 3 Mal in der Kurve 16 abgekürzt und dabei einen Zeitvorteil herausgefahren hatte. Die Rennleitung hatte McLaren davor 2 Mal gewarnt, ihrem Fahrer zu sagen, dass er auf der Fahrspur bleiben soll. Beim dritten Mal leiteten die Sportkommissare Paul Gutjahr, Enzo Spano, Vasily Skryl und Derek Daly eine Untersuchung ein. Im nächsten Jahr soll der Randstein in der Kurve vergrößert werden. Alonso ging auf das Thema in der McLaren-Pressemitteilung nicht näher ein.

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