Nächstes Rennen: 18. März 2012
GP Australien

Streckenbegehung: Überholen in Valencia möglich

Bei einem ersten Erkundungsspaziergang haben viele Piloten die Strecke von Valencia ganz genau inspiziert. Ohne einen Meter gefahren zu sein, wollen einige den Schlüssel zum Erfolg bereits gefunden haben.

So erwartet Jenson Button in der Qualifikation vor allem im letzten Streckenteil einige Schwierigkeiten: "Wenn man die Reifen hier zu Beginn einer Runde zu stark fordert, droht in den letzten Kurven Graining", analysiert der Brite. Dann kommt es zu heftigem Untersteuern, das man in den schnellen Schlusskehren und der abschließenden Haarnadel vor Start-Ziel gar nicht gebrauchen kann.

Auch Sebastian Vettel machen die langsamen Kurven mehr Sorge als die schnellen Passagen. "Es ist vor allem ein technisch anspruchsvoller Kurs", so das erste Statement vor der Premiere auf dem Street Circuit. Viele der 25 Kurven sind sehr eng. "Da kannst Du viel Zeit verlieren, aber auch gewinnen."

Schlüsselstelle vor Start-Ziel

Genau wie Button sieht der Toro Rosso-Pilot den hinteren Teil der Strecke als den anspruchsvolleren an: "Der letzte Sektor hat es in sich. Da gibt es zwei Passagen, wo man die Pobacken zusammenkneifen muss. Ich denke aber, dass ich es schaffe, trocken aus dem Auto zu steigen", grinste der Heppenheimer. Eine Schlüsselstelle sei die langsame Kehre vor Start und Ziel. "Da müssen wir mal sehen, wie das Anbremsen klappt. Wenn der Bremspunkt schon in der Kurve davor liegt, könnte es mit den Querkräften tückisch werden."

Eine weitere unbeantwortete Frage liefert der Grip auf der Strecke. Das Problem hier: Durch die breite der Piste sind in vielen Kurven verschiedene Linien möglich. "Ich erwarte, dass es im Vergleich zum engen Kurs in Monaco länger dauert, bis die Strecke sauber gefahren ist und überall Gummi liegt", so die Aussichten von Vettel. Vor allem in den ersten Sessions am Freitag (22.8.) werden die Piloten wohl einige verschiedene Linien testen.

Kubica: "Kein echter Stadtkurs"

Robert Kubica hätte es insgesamt gerne etwas enger: "Natürlich ist es für die Sicherheit besser, eine Auslaufzone zu haben", sagte der Pole. "Aber wenn die Mauern näher an der Ideallinie sind, dann muss man sein ganzes Vertrauen in sich und das Auto beweisen." Nach Aussage des BMW-Piloten könne man Valencia deshalb auch nicht zu den echten Stadtkursen zählen.

Button kann der breite Strecke jedoch etwas Positives abgewinnen: "Ich sehe gleich drei Stellen, an denen man gut überholen kann." Die langen Geraden mit den harten Bremspunkten laden die Piloten geradezu ein, im Rennen das ein oder andere Manöver zu starten. Ob sich die Hoffnung auf einen spannenden und spektakulären Grand Prix erfüllen, werden wir freilich erst am Sonntag sehen.

Kommentare
Bild vergrößern
Anzeige
WGV Beitragsrechner Kfz-Versicherung
ANZEIGE

Überzeugend gut, gnadenlos günstig!

Jetzt Auto bei der wgv versichern und mehrere hundert Euro im Jahr sparen!

Top Artikel
Rosberg: "Am Computer liegt das Auto super"

Williams-Pilot Nico Rosberg kennt die Strecke in Valencia bislang nur vom Simulator. Trotzdem ist der Wiesbadener optimistisch zum Premierenlauf nach Spanien gereist.


Valencia: Brücke mit Tücke

Die rund 100 Meter lange Schwenkbrücke ist eine der aufregendsten Passagen des neuen Stadtkurses in Valencia. Bei einem Unfall könnte die enge Kanal-Überquerung allerdings zur Falle werden.


Newsletter
Sportauto
Tuner 0-300-0 km/h 2011: Tuning-Elite beim High-Speed-Test

Acht getunte Sportmodelle mit 5.481 PS nahmen beim Beschleunigungs- und Bremsentest 0-300-0 km/h teil.

Tuning-Elite beim High-Speed-Test
Alle Autos von A-Z
  • Loading...
  • Loading...