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Bernie Ecclestone
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Streit um Concorde Abkommen: Gipfeltreffen mit Ecclestone in Maranello

Es gibt immer noch kein Concorde Abkommen. Damit herrscht in der Formel 1 ein rechtsfreier Raum. Theoretisch kann die FIA die Regeln so bestimmen wie sie will. Bernie Ecclestone, Christian Horner, Martin Whitmarsh und Niki Lauda trafen sich deshalb in Maranello zu einem Krisengipfel.

Das siebte Concorde Abkommen nach 1981, 1987, 1992, 1997, 1998 und 2009 ist eine schwere Geburt. Bis jetzt gibt es zwischen Bernie Ecclestone und den Teams nur ein Abkommen über die künftige Verteilung der Gelder, das so genannte "Financial Agreement".

Die Beteiligten sollen demnach rund 60 Prozent statt bisher 50 Prozent am Kuchen teilhaben, wobei Ferrari, Red Bull, McLaren und Mercedes als "Privilegierte" gewisse Summen unabhängig von ihrer WM-Position garantiert bekommen. Doch so ist das Concorde Abkommen nicht komplett. Es fehlt die Unterschrift der FIA. Und damit die Klärung der Frage, was in den Regeln steht und wie sie geändert werden dürfen.

FIA will 40 Millionen Dollar von der Formel 1

Der Weltverband will deutlich mehr Geld als bisher vom Formel 1-Geschäft abbekommen. Nur so könne man die gestiegenen Kosten für die Bereitstellung von Rennleitern, Kommissaren, Wetterdienst und anderer Serviceleistungen finanzieren, heißt es aus Paris. Insgesamt fordert die FIA 40 Millionen Dollar. 25 Millionen sollen die Inhaber der kommerziellen Rechte beisteuern, 15 die Teams.

Die werden nach einem neuen Schlüssel deutlich mehr zur Kasse gebeten. Zu einer fixen Einschreibegebühr von 500.000 Dollar kommen 5.000 Dollar pro WM-Punkt. Das Weltmeister-Team muss einen Aufschlag zahlen. Da kostet jeder Punkt 6.000 Dollar. Red Bull muss also 3,26 Millionen Dollar an den Verband entrichten. Für Mercedes ist es billiger. Die Marke mit dem Stern kostet die Einschreibung in die diesjährige Formel 1-Saison 1,21 Millionen Dollar.

F1-Teams wollen sich selbst kontrollieren

Bernie Ecclestone betrachtet den gestiegenen Obolus an die Pariser Behörde als Verhandlungsmasse. Einige Teams sehen das genauso. Jean Todt soll sein Geld haben, aber dafür darf er sich im Gegenzug nicht in die Ressourcenbeschränkung der Teams einmischen. Die wollen sich selbst kontrollieren. Das jedenfalls ist der Wunsch der Top-Teams. Sie würden gerne wie bisher Windkanalstunden, Testfahrten und Computerkapazitäten beschränken.

Viele der kleinen Teams pochen dagegen auf eine Budgetdeckelung und hätten auch nichts dagegen, wenn der Verband die Einhaltung der Sparmaßnahmen kontrolliert. So lange hier keine Einigkeit herrscht, ist der gordische Knoten nicht zu lösen. Deshalb flogen Bernie Ecclestone, Christian Horner, Martin Whitmarsh und Niki Lauda Mitte der Woche nach Maranello, um mit Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo einen Konsens zu finden. Horner bei Ferrari, das schreckte den italienischen Blätterwald auf. Sofort wurde spekuliert, dass Ferrari Horner und damit Stardesigner Adrian Newey ködern will. Tatsächlich hatte Horners Besuch einen ganz anderen Grund.

Formel 1 als rechtsfreier Raum

Die Verzögerung beim Concorde Abkommen hat zwei Gründe. Zum einen gibt es noch keinen einheitlich abgesegneten Vertragstext darüber, wie die Kostenkontrolle zu handhaben ist. Zum anderen haben die meisten Teams ihre Einschreibegebühr in vorauseilendem Gehorsam bereits in voller Höhe an den Verband entrichtet. Das schränkt Ecclestones Verhandlungsspielraum ein. Nur McLaren und Mercedes halten einen Teil der Zahlungen zurück. Das Fixum ist bezahlt, nicht aber der Punktebonus. Bei beiden Teams will man erst einmal ein Vertragswerk sehen, in dem die strittigen Fragen in Bezug auf das Reglement geklärt werden.

Im Augenblick ist die Formel 1 ein rechtsfreier Raum. Jean Todt könnte morgen eine Budgetdeckelung in das Sportgesetz schreiben lassen. Er müsste die Teams nicht einmal fragen, weil das Entscheidungsprocedere über die einzelnen Kommissionen und Gremien außer Kraft gesetzt ist. Die Teams wiederum sind ohne Concorde Abkommen nicht an ihre Zusage bis 2020 gebunden. Theoretisch könnte sich also jeder Rennstall verabschieden, wann immer er will. Für die Inhaber der kommerziellen Rechte ist das ein gefährlicher Zustand. Sie verkaufen ihr Produkt mit der Garantie, dass die Teams auch an Bord bleiben.

Michael Schmidt

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xpb

Datum

25. Januar 2013
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