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Streit um Quali-Modus

Sind sich die Teams noch einig?

Jenson Button - McLaren - GP Bahrain - Formel 1 - 1. April 2016 Foto: sutton-images.com 41 Bilder

Am Renntag des GP Bahrain soll es zwischen den Teams, Bernie Ecclestone und FIA-Präsident Jean Todt zu einer Sitzung kommen. Thema: Wie finden wir einen Ausweg aus dem Streit um das Qualifikationsformat? Die Rädelsführer der großen Teams fürchten um die Einigkeit in den eigenen Reihen.

02.04.2016 Michael Schmidt

Der erste Versuch, das Qualifikationsformat auf den Stand von 2015 zurückzubringen ist gescheitert. Dabei waren sich alle Teams ausnahmsweise einmal einig. "Ein Wunder, ein Unfall", scherzte Niki Lauda.

Umso bitterer ist es, dass die Einigkeit zu keinem Erfolg geführt hat. Die FIA ließ die Teams drei Tage später dann zwar über das Qualifikationsformat abstimmen, doch auf dem Wahlzettel standen nur 2 Optionen. Entweder der Modus 2016 wie in Melbourne oder eine modifizierte Version. Das lehnten 4 Teams ab.

Sie regen sich darüber auf, dass sie vom Verband und von Bernie Ecclestone aufs Kreuz gelegt wurden. Daran sind die Teams nicht ganz unschuldig. Es war taktisch unklug, in Melbourne zu verkünden, die Teams hätten sich einstimmig für eine Rückkehr zum alten System entschlossen. Das war für Ecclestone und Todt ein Nadelstich, der ihre eigene Machtlosigkeit im derzeitig verfahrenen Entscheidungsprocedere aufzeigte.

Aus ihrer Sicht haben die Teams schon viel zu viel Macht. Deshalb haben sie den Wunsch der Teams bei der folgenden Abstimmung einfach unter den Tisch gekehrt. Für Ecclestone und Todt eine Demonstration der Stärke nach dem Motto: Schaut her, wir haben immer noch die Hosen an. Das macht die Situation nur noch auswegloser. Im Aufeinandertreffen von zu vielen Egos bleibt die Vernunft auf der Strecke.

Neues Quali-System für Force India besser

Nach dem zweiten Versuch mit dem neuen Qualifikationssystem kommtes in Bahrain am Sonntag um 12 Uhr zu einem Treffen zwischen den Teamchefs, Bernie Ecclestone und Jean Todt. Gut möglich, dass man dabei noch einmal abstimmen lässt. Und zwar auch über das 2015er System. Weil sich Ecclestone und Todt fast sicher sein können, dass es mindestens einen Abweichler gibt. Und der reicht aus, alles zu kippen.

Die Teams hatten in der Zwischenzeit ausreichend Zeit, sich die Konsequenzen einer Rückkehr zu 2015 zu überlegen. Für Force India zum Beispiel wäre das ein Nachteil. Der Speed des Autos reicht noch nicht ganz aus, um in die Top 8 zu fahren. Der Vorteil der Startplätze 9 und 10 bei freier Reifenwahl und gleichzeitiger Garantie, dass die besten 8 Autos auf den weichsten Reifen starten müssen, die in vielen Fällen keine gute Option für das Rennen sind, ist einfach zu verlockend. Er ist größer als beim alten System als Elfter auf die Reise zu gehen.

Niki Lauda steht auf dem Standpunkt, dass es keine weitere Abstimmung geben muss. "Das haben wir schon in Melbourne gemacht. Unter Zeugen." FIA-Rennleiter Charlie Whiting war bei dem Treffen der Teams in Australien anwesend. Mit Spannung wird erwartet, ob sich die Drahtzieher auf diese Argumentation einlassen.

Jean Todt: "Sind für alles offen"

Jean Todt verteidigte vor der Sitzung in Bahrain noch einmal die Vorgehensweise: "Ich halte nichts davon, nach nur einem Versuch alles wieder einzustampfen. Es ist besser, wir geben dem neuen System eine zweite Chance, bevor wir eine Entscheidung treffen. Bevor wir zum alten System zurückkehren, wäre es besser, das neue Format durch Feintuning zu verbessern. Mein Favorit ist ein leicht modifiziertes Q1 und Q2 mit dem Q3 nach dem alten System."

Der FIA-Präsident will sich vor der Sitzung in Bahrain nicht auf irgendein System festlegen: "Wir sind für alles offen. Das beinhaltet auch eine Rückkehr zum alten Format." Laut Todt, war der neue Qualifikationsmodus nicht irgendeine Schnapsidee der FIA oder von Bernie Ecclestone: "Die Veranstalter hatten uns gebeten, die Qualifikation attraktiver zu gestalten."

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