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Streit um Turbo

Mit oder ohne Schutzabdeckung

Renault V6 F1 Motor 2014 Foto: Renault F1 17 Bilder

Die Saison hat noch nicht begonnen, da streiten sich die drei Motorenhersteller bereits um Regel-Definitionen. Muss der der Turbolader mit einer Schutzvorrichtung versehen werden oder nicht? Mercedes und Renault sagen ja, Ferrari nein. Es geht hier um drei bis vier Kilogramm, die sich Ferrari sparen will.

24.01.2014

Der Turbolader zählt zu den kritischsten Komponenten im neuen Antriebsstrang. In der Entwicklungsphase hatten alle drei Hersteller Probleme damit. Wenn die Ladeluft nicht richtig gekühlt wird oder das Zusammenspiel des Wastegate-Ventils und der thermischen Elektromaschine (MGU-H) nicht stimmt, so dass der Ladedruck zu stark ansteigt, dann fliegen die Fetzen.

Mercedes und Renault interpretieren die Regeln so, dass man aus Sicherheitsgründen eine Schutz-Ummantelung um den Turbolader anbringen müsse, die dann zum Gewicht der Antriebseinheit zählt. Die Power-Unit muss mit allen Komponenten mindestens 145 Kilogramm wiegen.

Renault will Film über Turbo-Schaden zeigen

Besagte Schutzvorrichtung ist zwischen drei und vier Kilogramm schwer. Die Masse liegt wie der Turbolader relativ weit oben, was ungünstig für den Schwerpunkt ist. Wer sich das spart, hat einen Vorteil. Ferrari sieht im Reglement keinen Passus, der diese Schutzvorrichtung fordert und dem Motorgewicht zuschreibt. Maranello hält die von der Konkurrenz prognostizierten Folgen im Schadensfall für überzogen.

Das wollen Mercedes und Renault nicht akzeptieren. Nächste Woche soll es zu einem klärenden Gespräch mit der FIA kommen. Renault will dabei angeblich einen Film zeigen, der zeigt was passiert, wenn ein Turbolader explodiert. Sollten die drei Motorhersteller nicht zu einer Einigung kommen, droht in Melbourne der erste Prozess.

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