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Studie zum GP USA

Austin kämpft um 25 Millionen Dollar

GP USA Foto: Circuit of the Americas 45 Bilder

Mit einer Studie wollen die Organisatoren des GP USA in Austin zeigen, dass die geforderten 25 Millionen Dollar an Subventionen für die Veranstaltung gut angelegt sind. Der Event soll der Region 300 Millionen Dollar zusätzlich bringen. Wir sagen Ihnen, mit welchen Zahlen gerechnet wird.

26.06.2011 Tobias Grüner

Egal wo die Formel 1 auf der Welt Station macht, einer profitiert immer. Bernie Ecclestone lässt sich jedes Gastspiel seines Grand Prix-Zirkus teuer bezahlen. Nach Expertenschätzungen muss Austin nächstes Jahr mehr als 30 Millionen Euro an den F1-Zampano überweisen, damit sich Sebastian Vettel, Michael Schumacher und Co. erstmals auf die Reise nach Texas machen.

Alleine durch Sponsoren lassen sich die Kosten für den Bau der Strecke und die Gebühren nicht decken. Deshalb haben die Organisatoren um Tavo Hellmund beim Staat Texas um Subventionen angefragt. 25 Millionen Dollar, rund 17,5 Millionen Euro, soll der Steuerzahler beisteuern. Um der Forderung mehr Nachdruck zu verleihen, haben die Veranstalter eine Studie in Auftrag gegeben. Danach verdienen alle an der Formel 1.

210 Millionen Euro an Zusatzeinnahmen

Wie die örtliche Zeitung "Austin American Statesman" auf ihrer Internetseite berichtet, sollen danach 94,700 Zuschauer von außerhalb anreisen, die rund 300 Millionen Dollar (210 Mio. Euro) in die Kassen der örtlichen Unternehmen, Hotels und Restaurants spülen sollen. Die dadurch entstehenden Mehreinnahmen an Steuern, sollen die geforderten 25 Millionen Dollar übersteigen.

Interessant sind die Zahlen, mit der die Studie rechnet. Danach soll die Auslastung der Hotels in der Rennwoche bei 90 Prozent liegen, was insgesamt 27.000 Zimmern entspricht. Jeder Fan soll im Durchschnitt 183 Dollar (130 Euro) pro Tag nur für Essen und Getränke ausgeben. Weitere 112 Dollar (80 Euro) gehen für Unterhaltungsangebote und Shopping drauf. Die Studie rechnet insgesamt mit 400 Dollar (280 Euro) pro Person und Tag.

Formel 1-Personal gibt mehr aus als Fans

Die Formel 1-Piloten und Mitglieder der Teams - insgesamt 2.400 Personen - sind einzeln aufgeführt. Mit 780 Dollar (550 Euro) erwarten die Organisatoren von ihnen noch einmal deutlich mehr. Auch die 600 Offiziellen, die bei jedem Rennen dabei sind, sollen mit 667 Dollar (470 Euro) überdurchschnittlich viel Geld in die Kassen spülen.

Mit dem Beginn des Streckenbaus sind bereits die ersten positiven Auswirkungen auf die Wirtschaft zu spüren. Insgesamt sollen Privatinvestoren 300 Millionen Dollar in den Kurs stecken. 1.000 neue Arbeitsplätze werden durch den Bau entstehen. Auf der anderen Seite der Gesamtbilanz müssen aber auch die Kosten für Polizei und andere Dienstleistungen für die Fans mit einberechnet werden. Ob der Grand Prix in Austin ein Gewinn oder ein Verlustgeschäft ist, werden wir wohl erst nach dem Rennen am 17. Juni 2012 sehen.

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