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Stunk bei Williams

Massa ignoriert Stallregie in Malaysia

Williams - GP Malaysia 2014 Foto: xpb 143 Bilder

Bei Williams hängt der Haussegen schief. Felipe Massa ignorierte in den Schlussrunden die Anweisung, Teamkollege Valtteri Bottas vorbeizulassen. Der Brasilianer glaubt, alles richtig gemacht zu haben.

30.03.2014 Tobias Grüner

Ausgerechnet Felipe Massa. Da spielt der kleine Mann aus Sao Paulo jahrelang die zweite Geige bei Ferrari und kaum ist er bei Williams, muss er schon wieder freiwillig Platz machen. Doch dieses Mal hörte der Routinier beim Funkspruch seines Ingenieurs einfach weg. Statt Valtteri Bottas vorbeizulassen, fuhr Massa auf Platz 7 ins Ziel.

Das Team hoffte, dass Bottas auf zwei Runden frischeren Reifen den McLaren von Jenson Button angreifen kann. Doch dazu kam es nicht, weil er trotz Stallregie nicht am eigenen Teamkollegen vorbei kam. "Ich habe heute mein Bestes gegeben und bis zum Ende mit Jenson gekämpft. WM-Punkte waren das Ziel. Das haben wir erreicht", gab sich Massa anschließend trotzig.

Massa fährt um eigene Platzierung

"Valtteri konnte mich nicht überholen, deshalb glaube ich auch nicht, dass er an Jenson vorbeigekommen wäre. Unsere Strategien waren ja nicht so sehr unterschiedlich", verteidigt sich der Brasilianer. "Ich habe Respekt für das Team. Aber das Team muss auch wissen, dass ich um meine eigene Platzierung fahre. Ich muss auch an mich denken. Ich glaube, dass ich heute das richtige getan habe. Ich hoffe nicht, dass sich im Team etwas ändert oder dass es seltsam wird."

Valtteri Bottas erklärte nach der Zieldurchfahrt per Funk, dass er sich sicher sei, Button überholen zu können. Gegenüber der Presse gab sich der Finne etwas zurückhaltender. "Ich will das Ganze nicht kommentieren. Ich muss erst mit dem Team sprechen und wissen, was sie Felipe gesagt haben. Ich glaube, dass ich eine richtig gute Chance gehabt hätte. Ich bin sehr schnell auf die beiden aufgeschlossen."

Zwei Punkteplätze gut für Williams

Bottas betonte das Positive dieses Tages: "Beide Autos in den Punkten ist ein gutes Ergebnis für das Team. Mit Startplatz 18 haben wir es uns nicht leicht gemacht. Wir hatten noch kein perfektes Wochenende bisher in dieser Saison. Ich denke, da ist noch viel drin. Ich hoffe, dass es das nächste Mal leichter wird."

Teamchefin Claire Williams versuchte die Situation ebenfalls zu entschärfen. Die Tochter von Teamgünder Frank Williams erklärte den verdutzten Medien, dass gar kein Platzwechsel angewiesen wurde, obwohl eindeutige Funksprüche gesendet wurden. "Wir müssen an das beste Ergebnis für das Team denken. Wir haben beide Autos angewiesen, die Punkteplätze nicht zu riskieren. An beiden Autos sind die Temperaturen etwas zu hoch gewesen. Das haben wir auch Valtteri gesagt. Platz 7 und 8 ist besser als alles, was wir letztes Jahr geschafft haben."

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