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Super Aguri

Finanzspritze aus Dubai

Foto: Super Aguri

Zuerst hieß es Mitte März, dann Anfang April. Doch auch in der Woche vor dem GP Bahrain war das Super Aguri-Team noch immer nicht verkauft. Sogar die geplanten Testfahrten in Barcelona mussten abgesagt werden. Der Grund ist simpel. Es fehlt Geld in der Kasse.

14.04.2008 Michael Schmidt

Super Aguri muss warten, bis alle Verträge unterschrieben sind. Erst dann gibt es die dringend benötigte Finanzspritze. Nach jüngsten Informationen sollen diese Woche die letzten Dokumente unterschrieben werden. Käufer ist die englische Magma Group, die von dem früheren Ford-Manager Martin Leach geführt wird. Die Engländer bekamen im Rennen um Super Aguri den Vorzug vor einer deutschen Firma, die ebenfalls ein Angebot abgegeben hatte. Der Zuschlag für Magma kam auch deshalb zustande, weil sich Honda-Geschäftsführer Nick Fry und Martin Leach aus vergangenen Ford-Tagen kennen.

Unterstützung von Magma

Der Kauf eines Formel 1-Teams ist eine Sache, der Unterhalt eine andere. Wer das Geschäft seriös betreiben will, muss pro Jahr mit einer dreistelligen Millionensumme planen. Force India hat sein Budget seit dieser Saison auf 120 Millionen Dollar aufgestockt. Für die Magma Group wäre ein Etat in dieser Größenordnung eine zu große Belastung. Inzwischen sickerte durch, wer den Hauptteil der Finanzierung übernehmen soll.

Im Gespräch ist der Dubai International Capital-Konzern, kurz DIC genannt. DIC gehört Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum und hat sich auf Immobiliengeschäfte und Firmenbeteiligungen spezialisiert. Die englische Hotelkette Travelodge zählt zum Portfolio der 2004 gegründeten arabischen Investmentfirma. DIC hält auch eine Beteiligung am japanischen Elektronikriesen Sony und Daimler-Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar.

70 Millionen Dollar jährlich

DIC war und ist immer noch am englischen Traditionsclub FC Liverpool interessiert. Mit seinem ersten Gebot von angeblich 500 Millionen Pfund war Scheich Maktoum abgeblitzt. Der FC Liverpool ging an die amerikanischen Geschäfsleute Tom Hicks und George Gillet. Da es Probleme mit der Refinanzierung des Deals geben soll, steht DIC an der Anfield Road wieder auf der Matte. Der rennsportbegeisterte Scheich will dem Vernehmen nach auch in die Formel 1 kräftig investieren. Man spricht von einer Finanzspritze von 70 Millionen Dollar pro Jahr. Der Vertrag soll auf fünf Jahre abgeschlossen werden.

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