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Super Aguri

Neuer Anlauf mit Magma

Foto: Daniel Reinhard

Langsam wird es eng für Super Aguri. Sechs Tage vor dem Spanien GP läuft dem japanischen Rennstalls die Zeit weg. Und die arabischen Investoren haben sich nun abermals Bedenkzeit erbeten.

21.04.2008 Michael Schmidt

Am Mittwoch (16.4.) verschickte Super Aguri eine Pressemitteilung mit folgendem Inhalt: "Das SAF1 Team bestätigt, dass sie von der Magma Group, dem möglichen Käufer des Rennstalls, darüber informiert worden sind, dass die Investoren nicht mehr den beabsichtigten Kauf tätigen wollen."

Neue Gespräche mit den Arabern

Teamchef Aguri Suzuki und sein Unterhändler Daniele Audetto nahmen daraufhin wieder Verhandlungen mit den Kaufinteressenten auf, denen man mit Hinblick auf Magmas Versprechungen abgesagt hatte. Am Freitag (18.4.) schaltete sich auch Bernie Ecclestone als Vermittler in die Gespräche mit einem Investor in spe ein. Am Wochenende kam es dann zu einer überraschenden Wende: Magma-Chef Martin Leach kündigte an, dass er noch einmal mit den Investoren in Dubai reden wolle. Von neuen Garantien ist die Rede, von besseren Konditionen. Möglicherweise sinkt auch der kolportierte Kaufpreis von 125 Millionen Dollar.

Der letzte Stand ist, dass sich Dubai International Capital tatsächlich noch einmal Bedenkzeit ausgebeten hat. Doch zum Pokern bleibt kaum noch Zeit. Super Aguri hat nun zwar alle Renntransporter und die beiden Autos für Takuma Sato und Anthony Davidson auf die Reise nach Barcelona geschickt, doch das ist noch kein Persilschein dafür, dass am Freitagmorgen auch die Motoren angelassen werden. Honda will eine schriftliche Bestätigung, dass der Deal über die Bühne gegangen ist und dazu eine Bürgschaft, dass Geld fließt. Ansonsten gibt es kein grünes Licht, die Autos fahren zu lassen.

Geldprobleme in der Formel 1

Das Hickhack um Super Aguri erinnert an längst vergangene Zeiten, als die Formel 1-Teams noch von der Hand in den Mund lebten. Andrea Moda, der Rennstall eines italienischen Schuhverkäufers, parkte einmal frech im Fahrerlager von Monza, doch am Ende blieben die Luken des Transporters dicht. Besitzer Sassetti hatte vergessen, die letzten Rechnungen zu bezahlen.

Der letzte prominente Rennstall, dem während der Saison das Geld ausging, war Arrows. Teamchef Tom Walkinshaw musste nach einem vergleichbaren Wechselbad der Gefühle nach dem GP Deutschland 2002 seinen Laden dichtmachen. Es wurden viele Interessenten gehandelt, doch am Ende griff keiner zu. Den Unterhalt eines Formel 1-Teams bezahlt man nicht aus der Portokasse.

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