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Super Aguri

Warten bis zur letzten Minute

Foto: Daniel Reinhard

Super Aguri zittert weiter. 60 Teammitglieder sind nach Barcelona gereist, dazu die beiden Fahrer Takuma Sato und Aguri Suzuki. Die Boxengarage ist eingerichtet, und die beiden SA3-Boliden stehen fahrbereit in ihren Boxen. Jetzt wartet alles auf das erlösende "Go" aus Tokio.

23.04.2008 Michael Schmidt

Das wird wegen der Zeitverschiebung zwischen Japan und Europa höchstwahrscheinlich am Donnerstagvormittag (24.3.) fallen. Also in allerletzter Sekunde. Sollten Magma und sein Finanzpartner DIC (Dubai International Capital) am Mittwochnachmittag (23.4.) den Vertrag über den Kauf von Super Aguri noch unterschreiben, wäre es in Tokio bereits nach Mitternacht.

Doch ohne grünes Licht aus der Konzernzentrale wird in Barcelona kein Motor angelassen. Dem Vernehmen nach sind sich alle Parteien - wieder mal - einig. Die Platte kennt man bereits, doch diesmal soll es ernst sein. DIC hat sich von den neuen Garantien offenbar überzeugen lassen. Knackpunkt ist die Saison 2009. Sollte die FIA wider Erwarten entscheiden, dass bereits ab dem nächsten Jahr und nicht erst ab 2010 jedes Team sein Auto selbst bauen muss, würden die neuen Besitzer in der Zwickmühle stecken.

Honda zu Zugeständnissen bereit

Die auf 95 Mitarbeiter reduzierte Belegschaft von Super Aguri wäre nie und nimmer in der Lage, ein Auto selbst zu konstruieren. Angeblich hat Honda für den unwahrscheinlichen Fall, dass das Kundenauto-Verbot ein Jahr vorgezogen wird, angeboten, bei der Konstruktion eines eigenen Autos behilflich zu sein. Dafür mussten Magma und DIC ein langfristiges Konzept samt Finanzierung vorlegen. Honda soll zudem signalisiert haben: Wenn die Käufer den ersten Schritt tun, ist Tokio bereit, seinen Teil dazu beizutragen. Das wäre die kostenlose Lieferung von Chassis und Motoren.

Sollte der Deal in letzter Minute trotzdem platzen, will Super Aguri die Alternativ-Option ziehen. Der zweite Interessent hat mittlerweile ein Finanzierungsmodell auf den Tisch gelegt. Auch das hat offenbar den Segen der Konzernzentrale in Tokio. Wer das Rennen schließlich macht, soll im Rahmen einer Pressekonferenz im Fahrerlager von Barcelona bekannt gegeben werden. Sie ist für den frühen Nachmittag geplant.

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