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Superteam Brawn GP

Die Angst vor dem Getriebe

Brawn GP Foto: dpa 41 Bilder

Das derzeit dominierende Formel 1-Team geht nicht ganz sorgenfrei in den zweiten Grand Prix am kommenden Wochenende in Malaysia. Ross Brawn macht sich Sorgen über die Haltbarkeit des Getriebes.

31.03.2009 Michael Schmidt

Brawn GP ist das Schreckgespenst der Formel 1. Jenson Button gewann souverän den Saisonauftakt in Melbourne, und Rubens Barrichello rundete trotz eines Startcrashs das Wunder von Australien mit Platz zwei ab.

Im Verfolgerfeld verdichtet sich die Meinung: "Die spielen nur mit uns." Melbourne-Sieger Button kündigte an: "Wir werden in Malaysia noch stärker sein. Die Strecke passt besser zu unserem Auto." Der Brawn BGP001 produziert mehr Anpressdruck als jedes andere Auto im Feld. Die schnellen Kurven der Strecke von Sepang sollten für dieses Auto wie maßgeschneidert sein.

Getriebe ist unsere Achillesferse

Doch das Nachfolgeteam von Honda geht nicht ganz sorgenfrei in den zweiten Grand Prix am kommenden Wochenende in Kuala Lumpur. In Melbourne absolvierten die weißen Autos ihre erste volle Renndistanz. Bei den Testfahrten hatte es nie mit einer kompletten Rennsimulation geklappt. Zwei Mal streikte das Getriebe. Teamchef Ross Brawn gibt zu: "Das ist im Moment noch unsere Achillesferse." Der Grund dafür liegt im Motorwechsel. Beim Vorjahresauto wurde die Ölversorgung für das Getriebes vom Honda-Motor aus angetrieben. Beim Mercedes-V8 muss das seperat erfolgen. Die Neukonstruktion zeigte beim ersten Einsatz auf der Teststrecke ihre Mängel. Verschiedene Stellen im Getriebe wurden nicht ausreichend geschmiert. Worauf die Ingenieure das Ölsystem vor Melbourne noch einmal modifiziert haben. "Wir sind da aber noch nicht über den Berg", bedauerte Ross Brawn nach dem Doppelsieg in Melbourne. "Es bleibt ein Restrisiko, das uns Sorgen macht."

Reifen erfordern Strategiewechsel

Brawn GP muss für Sepang auch seine Strategie überdenken. Die Regel, dass im Rennen beide Reifentypen mindestens einmal engesetzt werden müssen, hätten Button am Ende fast den Sieg gekostet. Die Frage, ob er sich mit den dahinschmelzenden weichen Reifen gegen Robert Kubica auf harten Reifen hätte durchsetzen können, blieb unbeantwortet. Es war möglicherweise nicht klug, bis zum Schluss den Fünf-Sekunden-Vorsprung zu verwalten.

Im Finale hätte sich Button ein größeres Polster gewünscht. Zumal bei Brawn GP viel Zeit in den Boxen verloren ging. "Bei nur sieben Testtagen hatten wir nur zwei Mal die Gelegenheit, Tankstopps zu üben", verteidigte Ross Brawn seine Jungs. "Das muss sich erst wieder einspielen." Button warnte für Sepang: "Das Tempo, das Vettel im Red Bull ging, war für mich eine Überraschung. Ich hätte sie nicht so schnell erwartet. Wir werden auf Red Bull aufpassen müssen."

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