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Sutil mit Comeback-Coup

"Führungsrunden ein saugeiles Gefühl"

Adrian Sutil GP Australien 2013 Foto: xpb 68 Bilder

Adrian Sutil war einer der Stars des Formel 1 Saisonauftakts. Der Force India-Pilot mischte lange munter im Spitzenfeld mit. Am Ende war Rang sieben fast schon eine kleine Enttäuschung.

17.03.2013 Tobias Grüner

Der Renntag von Melbourne begann für Adrian Sutil nicht optimal. Im Qualifying hatte der Deutsche seine Intermediates etwas zu früh verheizt. Als die Post auf der abtrocknenden Strecke abging, waren die Gummis an seinem Force India schon zu weit abgerubbelt. Außerdem gab er zu: "Bei den nassen Bedingungen habe ich mich einfach nicht so wohl gefühlt." Am Ende verpasste Sutil das Top Ten-Finale. Auch das Teamduell gegen Paul di Resta ging verloren.

Doch der Frust war schnell verraucht. Schon vor dem Start machte Sutil kampflos einen Platz gut. Nico Hülkenberg, der eigentlich den vorderen Platz in der sechsten Startreihe einnehmen sollte, erschien wegen eines Problems im Benzinsystem erst gar nicht. "Dass es mit meinem Comeback so leicht geht, hätte ich nicht gedacht", scherzte der Deutsche schon bevor die Lichter der Ampel erstmals in diesem Jahr ausgingen.

Vorteil durch freie Reifenwahl

Durch das Vorrücken auf Platz elf war Sutil der erste Pilot im Feld, der am Start seine Reifen frei wählen konnte. "Da war mein Startplatz sicher besser als Rang neun oder zehn", gab Sutil zu. "Ich wusste, dass es ein Vorteil sein würde. Aber dass es dann so gut lief, war schon überraschend. Das war besser als erwartet."

Die Piloten aus den Top Ten hatten ihre Supersoft-Reifen im Qualifying stark beansprucht. Es war klar, dass die weichen Gummis nicht so lange halten würden wie Sutils frische Medium-Mischung. "Ich wusste, dass es nach vorne geht. Aber ich konnte nicht unbedingt damit rechnen, dass ich die Führung übernehmen kann. "

Sutil sammelt Führungsrunden

Als Lewis Hamilton als letzter der vor ihm gestarteten Piloten in Runde 14 an die Box abbog, war es schließlich so weit. "Als ich dann P1 auf der Boxentafel sah und die ersten Führungsrunden sammelte - das war schon ein saugeiles Gefühl", gab Sutil zu. Doch der Platz an der Spitze geriet schnell in Gefahr. "Sebastian (Vettel) kam schnell von hinten näher. Aber dann konnte ich komischerweise wieder wegziehen. Das hat mich schon überrascht."

Auch im Red Bull-Camp hatte man mit so viel Gegenwehr eines Force Indias nicht gerechnet. "Wir sind nicht aufgehalten worden", musste Teamchef Christian Horner zugeben. "Sutil konnte den Vorsprung gegenüber Sebastian vergrößern - und das, obwohl wir zu diesem Zeitpunkt auf frischeren Reifen unterwegs waren." Vettel selbst musste zugeben: "Es hilft nichts zu lamentieren. Wir hatten einfach nicht die Pace, um einfach vorbeizufahren."

Der Speed der Force India überraschte viele im Fahrerlager. Auf der härteren Mischung war der VJM05 klar das schnellste Mercedes-Auto im Feld. "Wir waren selbst gar nicht überrascht. Bei den Tests haben wir das schon andeuten können, wenn man die Zeiten genau analysiert hat", grinste Teammanager Rob Fernley später. Auch die Longrunzeiten am Freitag waren bereits beeindruckend. Sutil war im Training bei den Dauerläufen Zweitschnellster - nur geschlagen von Sebastian Vettel.

Probleme mit den Supersoft-Reifen

Obwohl Sutil fast das ganze Rennen in den Top 5 mitgeigte, blieb am Ende nur der siebte Platz. Der Supersoft-Reifen, den der Deutsche zwölf Runden vor Schluss aufziehen ließ, wollte einfach nicht mit dem Auto harmonieren. "Ich hatte etwas gehofft, dass die Reifen am Ende des Rennens mit mehr Gummi auf der Bahn und einem leichteren Auto einigermaßen halten. Aber dann hatte ich extremes Graining obwohl ich die ersten beiden Runden wirklich extrem langsam angegangen bin. Ich hatte zwischenzeitlich nicht gedacht, dass ich mit dem Satz überhaupt zu Ende fahren kann. Aber dann haben sich die Reifen zum Glück doch noch einmal erholt."
 
Ein paar schwache Runden reichten aus, um das Duell gegen Lewis Hamilton und Mark Webber zu verlieren. "Ich ziehe trotzdem ein positives Fazit. Wenn man bedenkt, dass ich erst vor drei Wochen meinen Platz im Auto bekommen habe und in Barcelona nur drei Tage testen konnte, dann hätte der Start kaum besser sein können."

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