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Sutil-Crash bei Sauber-Debüt

Aquaplaning auf trockenem Asphalt

Adrian Sutil - Crash - Sauber - Jerez-Test 2014 Foto: Reinhard 150 Bilder

Adrian Sutil hat am dritten Testtag von Jerez seine neue Formel 1-Karriere bei Sauber begonnen. Doch der Start fiel etwas holprig aus. Die Reifen zu kalt, das Bremssystem mit Macken und die Aerodynamik noch rudimentär. Die Folge war ein Ausflug in die Bande.

30.01.2014 Tobias Grüner

Adrian Sutils erster Arbeitstag für das Sauber-Team endete nach nur 34 Runden spektakulär. Der Neuzugang bei den Schweizern schmiss sein Auto auf der Geraden zwischen den Kurven 6 und 7 in die Leitplanken. Danach ging es nicht mehr raus. Der Frontflügel, die Nase und die linke Vorderradaufhängung blieben auf der Strecke. "Obwohl wir nicht viele Ersatzteile haben, können wir das wohl bis morgen reparieren. Das ist das Wichtigste", erklärte der Crashpilot.

Sutil ohne Grip in die Bande

Für den Unfall hatte der Bayer gleich mehrere Entschuldigungen parat. Das neue, ungewohnte Auto war nur eine davon. "Die Leistung kommt so plötzlich. Da müssen wir noch an der Einstellung des Gaspedals ändern. Vor meinem Unfall bin ich außerdem ein paar langsame Installationsrunden gefahren. Da sind die Reifen immer mehr ausgekühlt, bis ich irgendwann gar keinen Grip mehr hatte. Dann war es irgendwann wie Aquaplaning auf trockenem Asphalt und ich bin auf gerader Strecke abgebogen."
 
Der Sauber befindet sich zum Jerez-Test noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase. Das Aero-Paket ist noch weit von dem entfernt, was in Melbourne am Start stehen soll. "Uns fehlt einfach der nötige Abtrieb", erklärt Sutil. Ohne das komplette Paket brauchen die Piloten gar nicht mit der Setup-Arbeit beginnen, so Sutil. "Dazu kommt, dass die Reifen für uns viel zu hart sind. Das macht wenig Sinn."

Deshalb sind die beiden Piloten bisher auch nie ans Limit gegangen und blieben stets weit hinter den Tagesbestzeiten zurück. Für Sauber geht es aktuell nur darum, möglichst viele Kilometer auf das Auto zu bekommen, die Systeme zu checken und Erfahrung mit der neuen Technik zu sammeln. Mit nur 34 Runden konnte dieses Ziel nicht ganz erreicht werden.

Erster Arbeitstag beginnt mit Verspätung

Schon in der Früh stand das Auto lange in der Garage. "Bei uns hat das Brake-by-wire nicht richtig funktioniert. Das haben wir versucht zu reparieren. Aber es hat den ganzen Tag nicht richtig funktioniert", berichtet Sutil. Folge waren viele stehende Räder. Sutil bleibt aber optimistisch, dass die ganzen Probleme bis zum Saisonbeginn abgestellt werden können. "Wir haben dieses Jahr leider extrem wenig Zeit."
 
Selbst die Funktionschecks der neuen Antriebseinheit und das Ausprobieren der verschiedenen Lade-Modi haben noch gar nicht richtig begonnen. "Wir haben noch nicht so viel mit dem Motor rumgespielt. Ferrari ist auch noch nicht ganz sicher, was für Einstellungen wir dann in Melbourne fahren werden. Da wird es noch Änderungen geben." Für seinen zweiten Testtag hat der Deutsche ein vorsichtiges Ziel formuliert: "50 Runden sollten es schon sein. 50 plus!"

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