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Sutil oder Bianchi?

Shootout bei Force India

Bianchi Sutil Force India Foto: Force India 39 Bilder

Bei Force India lässt die Besetzung des zweiten Cockpits auf sich warten. Klar ist inzwischen, dass die Entscheidung nächste Woche zwischen Adrian Sutil und Jules Bianchi fällt. Drei Faktoren beeinflussen die Wahl: Der Preis für den nächstjährigen Motor, die Mitgift und ein Shootout auf der Rennstrecke in Barcelona.

19.02.2013 Michael Schmidt

Die Fahrerwahl von Force India erinnert an alte Zeiten. So lange hat sich schon lange kein Team mehr Zeit gelassen, den zweiten Fahrer zu nominieren. Möglicherweise entscheidet ein direkter Vergleich auf der Rennstrecke, wer 2013 den zweiten Force India neben Paul di Resta fährt.

Am Donnerstag sitzt Adrian Sutil nach einjähriger Pause wieder im Formel 1-Auto. Am Freitag ist sein Konkurrent Jules Bianchi dran. Der Shootout auf der Rennstrecke ist einer von drei Faktoren, die das Team bei seiner Entscheidung heranzieht.

2005 hieß es bei Williams Heidfeld oder Pizzonia

Das beste Beispiel aus der Vergangenheit ist die Besetzung des zweiten Williams-Cockpits in der Saison 2005. Da duellierten sich Nick Heidfeld und Antonio Pizzonia um den zweiten Sitz neben Mark Webber. Pokerface Frank Williams sagte seinen Fahrern erst am Tag der Präsentation des neuen Autos Bescheid. Heidfeld bekam den Job.

Der Termin ist bei Force India längst überschritten. Der neue VJM06 wurde am 1. Februar in Silverstone vorgestellt. Ohne Bekanntgabe der Fahrerpaarung. Mittlerweile haben sich die Kandidaten auf zwei Namen reduziert: Adrian Sutil und Jules Bianchi. Erfahrung gegen Jugend. Mercedes-Schützling gegen Ferrari-Protégé. Ein Arbeitsloser gegen einen Testfahrer, wenn man die letztjährige Saison als Maßstab nimmt.

Bianchi bringt mehr Geld mit

In dieser Fahrerwahl spielen nicht nur der reine Speed und die Erfahrung im Cockpit eine Rolle. Es geht auch ums Geld, auch wenn das bei Force India keiner zugeben will. Jules Bianchi soll eine Mitgift von rund vier Millionen Euro im Gepäck haben. Bei Sutil sollen es nur eineinhalb Millionen sein.

Hinter Bianchi steht Ferrari. Hinter Sutil neuerdings Mercedes. Und deshalb könnte der Preis für den nächstjährigen Turbomotor den Ausschlag geben. Das Paket Motor und Hybridantrieb (Ers) soll je nach Hersteller zwischen 17 und 21 Millionen Euro kosten. Man nimmt an, dass Mercedes den höchsten Preis verlangen wird. Und Ferrari den günstigsten. Das wäre noch einmal vier Millionen Differenz zugunsten von Bianchi.

Mercedes-Angebot mit Motor, Ers und Getriebe

Mercedes hat Force India am heutigen Dienstag in Barcelona sein finales Angebot vorgelegt. Gerüchteweise war zu hören, dass die Stuttgarter auch das Getriebe mitliefern würden. Als Anreiz für Sutil. Die Frage ist jetzt: Zu welchem Preis liefert Ferrari welche Komponenten? Und ist Ferrari-Power 2014 so gut wie das Mercedes-Paket?

In der Szene erzählt man sich, dass Mercedes zwar den teuersten, aber dafür auch den besten V6-Turbo bereitstellen wird. Im nächsten Jahr kann der Motor wieder ein rennentscheidender Faktor werden. Auch daran muss Force India denken. Man weiß als langjähriger Mercedes-Kunde selbst am besten, welche Möglichkeiten die Motorenschmiede in Brixworth hat. Die Ferrari-Erfahrungen des Rennstalls datieren aus der Saison 2008.

Bianchi kennt das Auto, Sutil nicht

Spielt dann am Ende doch der Vergleich auf der Rennstrecke das Zünglein an der Waage? Bianchi hat da einen kleinen Vorteil. Während Sutil zum letzten Mal beim GP Brasilien 2011 in einem Formel 1-Auto saß, hat Bianchi 2012 regelmäßig am Freitagstraining teilgenommen. Und er kennt das aktuelle Auto. Bianchi saß am letzten Testtag von Jerez im Force India VJM06. Der 23-jährige Franzose erzielte dabei die zweitschnellste Zeit.

Das war schon ein erster Härtetest. Das Team hatte Bianchi offenkundig mit wenig Sprit und frischen Reifen auf die Bahn geschickt um herauszufinden, wie schnell der Mann aus Nizza auf eine Runde ist. Doch eine schnelle Runde fahren und Konstanz über eine Renndistanz zu zeigen, sind zwei unterschiedliche Paar Stiefel. Und im Dauerlauf könnten Sutils Vorteile liegen.

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