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Sutil-Prozess

Lewis Hamilton vorgeladen

Lewis Hamilton GP Brasilien 2011 Foto: xpb 73 Bilder

Im Gerichtsverfahren gegen Formel 1-Pilot Adrian Sutil wurde McLaren-Star Lewis Hamilton als Zeuge vorgeladen. Die Frage ist nur, ob der Brite auch in München erscheinen wird um seinen alten Freund zu entlasten.

20.01.2012 Tobias Grüner

Neun Monate nach der verhängnisvollen Nacht in Shanghai will Adrian Sutil endlich einen Schlussstrich unter den Streit mit Renault-Mitbesitzer Eric Lux ziehen. Damals hatte der Formel 1-Pilot seinen Widersacher bei einer Auseinandersetzung mit einem Champagnerglas am Hals verletzt. Wie es genau zu der Schnittwunde kam, soll nun das Münchner Amtsgericht klären.

Sutil hofft nach wie vor auf einen Freispruch. Sein wichtigster Trumpf ist dabei ein mit Spannung erwarteter Videomitschnitt der Überwachungskamera aus dem "Mint"-Nachtclub, wo sich der Streit am 17. April zu später Stunde abgespielt hatte.

Auch Lewis Hamilton könnte bei der Entscheidungsfindung eine wichtige Rolle spielen. Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, ist der englische McLaren-Pilot als Zeuge vorgeladen worden. Die beiden befreundeten Piloten kennen sich bereits aus Formel 3-Zeiten und waren gemeinsam zum Feiern in dem Nachtclub, als es zu dem Zwischenfall kam. Da der Brief aus München am Freitag (20.1.) noch nicht beim Engländer angekommen war, wollte sich McLaren momentan nicht dazu äußern.

Taucht Hamilton vor Gericht auf?

Die Frage ist, ob Hamilton überhaupt in München erscheint, um seine Aussage zu machen. Hamilton hatte bisher allerdings immer erklärt, dass er in dem Fall kooperieren wolle. Es sei bereit zu helfen, wenn es darum geht, den Sachverhalt zu klären. Man kann für Sutil nur hoffen, dass Hamilton seine Meinung nicht ändert und urplötzlich ein wichtiger Termin dazwischen kommt.

Die Präsentation des neuen McLaren-Autos ist übrigens für den ersten Februar angesetzt, also direkt nach der auf zwei Tage angesetzten Verhandlung. Sollte Hamilton tatsächlich nicht auf die Vorladung reagieren, könnte er bei seiner nächsten Einreise nach Deutschland von den Behörden belangt werden. Das wäre bekanntlich spätestens beim Rennen in Hockenheim im Juli der Fall.

Sutil hofft auf Freispruch

Das Urteil des Gerichtsverfahrens soll direkt im Anschluss an die Verhandlung verkündet werden. Der Ausgang ist bislang völlig offen. Sutil hofft auf einen Freispruch. Denkbar wäre auch eine Geldstrafe wegen fahrlässiger Körperverletzung. Im schlimmsten Falls folgt der Richter dem ursprünglichen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft, der eine Bewährungsstrafe wegen schwerer Körperverletzung vorgesehen hatte.

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