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Sutil vs. Maldonado im Clinch

Wer war Schuld beim Austin-Crash?

Adrian Sutil - GP USA 2013 Foto: xpb 70 Bilder

Adrian Sutil und Pastor Maldonado werden in diesem Leben wohl keine großen Freunde mehr. Auch 7 Tage nach dem Crash von Austin sind die beiden Rivalen unterschiedlicher Meinung, was die Schuldfrage betrifft. Ein klärendes Gespräch soll es allerdings nicht geben.

21.11.2013 Tobias Grüner

Für Adrian Sutil war der Grand Prix der USA schon nach einer halben Runde in der Leitplanke beendet. Der Force India-Pilot war mit dem Williams von Pastor Maldonado aneinandergeraten. Der Venezolaner hatte ihm den Hinterreifen aufgeschlitzt. Bei 300 km/h war es für Sutil unmöglich, sein Sportgerät auf der Strecke zu halten.

Nach dem Rennen ließ der Bayer seinem Ärger freien Lauf. Maldonado lebe offenbar auf einem anderen Planeten. Um ihn herum müsse man extra vorsichtig sein, damit es nicht kracht, so Sutil. Maldonado kann die Aufregung nicht verstehen. "Ich habe gehört, dass er etwas sauer war. Er hat einige Sachen über mich gesagt", grinste Maldonado, als er in Sao Paulo auf seinen Gegner angesprochen wurde.

Keine Untersuchung durch Rennleitung

Sutil behauptet, er habe auf der langen Geraden keine Lenkbewegungen gemacht und sei grundlos abgeschossen worden. Maldonado hat das Zusammentreffen allerdings etwas anders in Erinnerung. "Er ist in mich reingefahren. Das war ganz klar. Er hat mir die Tür zugeworfen. Dabei hat er meinen Frontflügel berührt. Für mich war die Situation eindeutig. Es ist schwer, das zu bewerten. Vielleicht hat er mich nicht gesehen. Er hat mir einfach nicht genug Platz gelassen."

Auch die Rennleitung sah sich nicht zu einer Untersuchung genötigt. "Die Stewards machen einen guten Job", lobte Maldonado verständlicherweise. "Im letzten Jahr habe ich noch für alles, was ich gemacht habe, eine Strafe bekommen. Dieses Jahr bin ich noch ohne Penalty. Ich habe meine Lektion gelernt. Ich fahre sehr sauber und habe noch nicht einmal eine Verwarnung kassiert."

Aussprache mit Maldonado lohnt sich laut Sutil nicht

Maldonado kann nicht nachvollziehen, dass er plötzlich verbal attackiert wird. "Das war einfach ein normaler Rennzwischenfall. Natürlich waren die Auswirkungen für ihn am schlimmsten. Aber so ist es im Motorsport nun einmal. Manchmal hat man Glück und manchmal gibt es einen Crash. Ich habe nichts gegen ihn. Wenn er etwas gegen mich hat, dann ist das sein Problem. Ich fahre ja im Rennen nicht nur gegen ihn. Es gibt noch 20 andere Autos auf der Strecke."

Sutil nimmt die Kommentare seines Kontrahenten mittlerweile locker. "So ist es halt. Er bleibt seiner Linie treu", übte sich der Deutsche in Galgenhumor. Um ein klärendes Gespräch will er sich nicht bemühen. "Für mich ist das abgehakt. Ich suche den Kontakt nicht. Da kommt ja sowieso nichts bei raus. Ich bin nicht nachtragend. Aber ich mache nur Sachen, die sich lohnen. Und es lohnt sich nicht, darin Energie zu verschwenden."

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