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Suzuka-Strategie

Pirelli rechnet mit zwei Stopps

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 5. Oktober 2012 Foto: xpb 79 Bilder

Pirelli hat die Ergebnisse der Freitagstests von Suzuka ausgewertet. Sportchef Paul Hembery rechnet am Sonntag mit einem Zweistopp-Rennen. Kleinere Probleme gab es mit überhitzenden Hinterreifen, was bei einigen Teams zu Blasenbildung führte.

05.10.2012 Tobias Grüner

Suzuka gilt für die Reifen als eine der härtesten Strecken der Welt. Hohe Geschwindigkeiten, schnelle Kurven und viel Abtrieb sorgen dafür, dass die Gummis extrem belastet werden. Mit den Mischungen "soft" und "hart" ging Pirelli auf Nummer sicher. Im vergangenen Jahr mussten die Piloten drei Mal an die Box fahren.

GP Suzuka - Virtuelle Rundfahrt 1:36 Min.

In diesem Jahr hat sich allerdings ein entscheidender Faktor geändert: Seit dem letzten GP Japan wurden weite Teile der Strecke neu asphaltiert. "Der Verschleiß ist dadurch nicht mehr so hoch. Wir werden deshalb mit ziemlicher Sicherheit nur zwei Boxenstopps sehen", erklärte Pirelli-Sportchef Paul Hembery.

Reifen sorgen nicht für zusätzliche Spannung

Nach den ersten Testrunden am Freitag haben die italienischen Gummi-Spezialisten einen guten Eindruck von der Haltbarkeit ihres Produkts: "Der harte Reifen ist gut für 25 Runden. Der Weiche hält ungefähr 15 Runden. In der Leistung liegen beide Mischungen ungefähr eine Sekunde auf eine Runde auseinander. Der Abbau ist bei der härteren Mischung relativ niedrig - deshalb auch nur zwei Stopps."

Mit der soften Mischung konnten die Piloten im zweiten Training allerdings noch nicht genügend Daten sammeln. "Wie schnell der weichere Reifen nachlässt, wissen wir aktuell noch nicht genau. Aber es sieht so aus, als würden die ersten Stopps um Runde 15 herum kommen", so Hembery. "Die Teams werden im Training am Samstag Longruns mit der weicheren Mischung fahren um zu sehen, ob sie im Rennen zwei Mal mit "soft" und einmal "hart" über die Runden kommen.

Piloten klagen über Blasen auf den Reifen

Große Spannung ist also an der Reifenfront nicht zu erwarten. Etwas beunruhigend ist allerdings die Tatsache, dass einige Piloten über Blasenbildung an den Reifen geklagt haben. Hembery versuchte das Problem kleinzureden. "Es stimmt, es gab leichte Blasenbildung an der Oberfläche der Hinterreifen, die durch Überhitzung aufgetreten ist", erklärte der Reifenpapst.

Einige Piloten - unter anderem bei Red Bull und Force India - erkannten auch Blasenbildung an der Vorderachse. Für Hembery allerdings kein großer Grund zur Sorge: "Die Teams fahren sehr aggressive Sturzwerte an der Front. Sie gehen da bis an unsere Limits." Der Brite hofft, dass die Ingenieure über Nacht die Daten analysieren und am Samstag mit dem Setup gegensteuern.

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