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Tabakwerbung

Blauer Brief der EU

Foto: Archiv

Die Europäische Kommission fordert die Grand Prix-Austragungsländer Italien, Spanien und Ungarn auf, sich unverzüglich an das Tabakwerbeverbot zu halten. Alle drei Länder lassen bei ihren GP dank Ausnahmeregelungen Tabakwerbung zu.

06.04.2006 Markus Stier

Die EU-Kommission macht unmissverständlich klar, dass sie bei der Direktive 2003/33/EC keinen Spaß versteht. "Die Tabak-Werberichtlinie ist einer der Eckpfeiler unseres Kampfes gegen das Rauchen und ich halte die Mitgliedsstaaten dringend an, sich daran zu halten", sagte Gesundheitskommissar Markos Kyprianou und schritt zur Tat.

Italien, Spanien, Ungarn und auch die tschechische Republik als Ausrichter eines Moto-GP-Laufes erhielten einen blauen Brief der EU, in dem sie aufgefordert werden, innerhalb von zwei Monaten Stellung zu nehmen, warum bei den jeweiligen Formel 1-Rennen noch für Tabak geworben werden darf. Ansonsten haben die betroffenen Länder die EU-Richtlinie unverzüglich in geltendes Landesrecht umzuwandeln. Bei Missachtung droht im schlimmsten Fall eine Klage vor dem europäischen Gerichtshof.

Extrawürste im Gesetz

Das Tabakwerbeverbot gilt seit August 2005. In Spanien muss das Verbot im Rennsport laut Gesetz erst drei Jahre nach der Einführung ins spanische Recht umgesetzt werden, Italien verabschiedete eine Ausnahmeregelung für Veranstaltungen, die ausschließlich auf italienischem Territorium ausgetragen werden und Ungarn hat eine Gesetzesklausel für Veranstaltungen, die von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung sind.

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