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Tank-Strafe für Hamilton

Whitmarsh übernimmt Verantwortung

Lewis Hamilton - McLaren - GP Spanien - 12. Mai 2012 Foto: xpb 76 Bilder

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh hat zugegeben, dass sein Team nach dem Tankfehler im Qualifying falsch reagiert hat. Er selbst hatte demnach seinem Piloten den Befehl gegeben, das Auto abzustellen, was zur Strafe geführt hatte.

14.05.2012 Tobias Grüner

Die gute Rennpace von Lewis Hamilton und die furiose Aufholjagd von letzten Startplatz bis auf Rang acht konnten McLaren auch nicht mehr über das verkorkste Barcelona-Wochenende trösten. Im Gegenteil: Beim Mercedes-Kundenteam aus Woking ärgerte man sich umso mehr, dass der Fehler im Qualifying einen möglichen Sieg kostete.

Lewis Hamilton war mit zu wenig Sprit auf die Bahn geschickt worden. Die Ingenieure bemerkten den Fehler sehr früh. Doch anstatt den Piloten wieder an die Boxen zu rufen, ließ man das Auto erst noch eine fliegende Runde fahren und gab Hamilton dann den Befehl, den MP4-27 abzustellen.

Die FIA reagierte in diesem Fall strikt. Um mögliche absichtliche Unterbetankungen in Zukunft zu vermeiden, strich man Hamilton alle Zeiten aus dem Qualifying. Der Weltmeister von 2008 wurde ans Ende des Feldes versetzt.

McLaren hätte Hamilton an die Box rufen müssen

Teamchef Martin Whitmarsh übernahm nach dem Rennen die Verantwortung für das Malheur: "Ich habe die Entscheidung getroffen anzuhalten. Im Nachhinein war das falsch. Ich glaube es hätte in diesem Moment aber auch niemand damit gerechnet, dass es solche Konsequenzen haben würde."

Auch Rennleiter Charlie Whiting wunderte sich, warum McLaren so reagiert hatte. "Sie hätten einfach nur nach der Outlap wieder an die Box kommen sollen. Dann wäre alles in Ordnung gewesen." Mit etwas Verzögerung sah das auch Whitmarsh ein. Der Engländer versuchte den Fehler zu erklären und zu entschuldigen.

"Man denkt, dass man einfach nur Sprit in einen leeren Tank einfüllt. Aber es ist etwas komplexer. Wir haben erst bemerkt, dass wir unterbetankt waren, nachdem wir Lewis rausgeschickt hatten. Es ist nicht so einfach, die Menge zu bestimmen, wenn man das Auto mit drei, vier oder fünf g durch die Kurven schmeißt."

Whitmarsh denkt nur an "Ein-Liter-Regel"

"Wir wussten, dass die Regeln klar sind und dass man einen Liter übrig haben muss. Ich habe dann die Entscheidung getroffen, dass wir uns an diese Regel halten müssen. Wir haben das Auto gestoppt und noch 1,3 Liter aus dem Tank gepumpt. Es hätten auch drei Liter sein können. Das wäre richtig peinlich geworden. Aber es war so schon peinlich genug."

Whitmarsh konnte die Konsequenzen in diesem Moment allerdings noch nicht abschätzen. "Ich hätte so eine hohe Strafe nicht erwartet. Dass wir vom Ende des Feldes starten müssen", klagte der Teamchef. Nun will man den Vorfall noch einmal untersuchen und neue Abläufe festlegen. "Wir müssen in dem komplexen Tankprozess sicher stellen, dass alle ruhig sind und keine Fehler passieren."

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