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Team Lotus in der Formel 1

Lotus-Rennstall wieder unter altem Namen

Lotus F1 2010 Foto: xpb 61 Bilder

Der Formel 1-Rennstall Lotus wird in der kommenden Saison wieder unter dem traditionellen Namen "Team Lotus" antreten. Die malaysische Teamleitung hat die Rechte an der ursprünglichen Teambezeichnung erworben, unter der Colin Chapman einst an den Start ging.

24.09.2010 Tobias Grüner

Team Lotus ist zurück in der Fomel 1. Wie der Rennstall am Freitag (24.9.) in Singapur bekanntgab, wird der Teamname über die Winterpause von "Lotus Racing" in "Team Lotus" geändert. Damit geht der britische Traditionsrennstall ab 2011 wieder unter der ursprünglichen Bezeichnung an den Start, unter dem in den 60er und 70er Jahren sieben Team-WM-Titel und sechs Fahermeisterschaften gewonnen wurden.

Rennstall erwirbt Namensrechte an "Team Lotus"

Teamchef Tony Fernandes hat zusammen mit der malaysischen Tune Group die Namensrechte an der Marke "Team Lotus" erworben, die bis zuletzt in Händen von David Hunt lagen. Der Bruder von Ex-Formel 1-Champion James Hunt hatte die Rechte 1994 nach der Pleite des Unternehmens gekauft. Dass der Name und das Logo nun vom neuen Formel 1-Team verwendet werden dürfen, ist keine große Überraschung. Toni Fernandes hatte diesen Schritt zuletzt immer wieder angekündigt.

"Die Umbenennung in 'Team Lotus' war wohl das am schlechtesten gehütete Geheimnis der Welt", gab der Teamchef bei der offiziellen Bekanntgabe in Singapur zu. "Wir haben den neuen Namen auf ein Flugzeug gepinselt und auch schon per Twitter bekannt gegeben." Bisher war Lotus nur unter Lizenz als "Lotus Racing" aufgetreten. Mit dem Kauf der Rechte an "Team Lotus", muss das Team nicht mehr fürchten, den Namen irgendwann zu verlieren. 

Keine Neuigkeiten zu Motor oder Fahrern

"Es ist schwer auszudrücken, was es bedeutet, dass wir nun wieder Team Lotus sind", erklärte Fernandes. "Es ist einer der markantesten Namen im Sport weltweit. Heute startet ein neuer Traum für uns." Auch nach dem Erwerb der Namensrechte will die Teamleitung weiter mit David Hunt und den Vertretern der Chapman-Familie zusammenarbeiten. Konstrukteur Colin Chapman hatte den Rennstall 1954 gegründet und zu großen Erfolgen geführt.

Die Namensänderung in "Team Lotus" muss noch nicht einmal von den anderen Teams und von Bernie Ecclestone abgesegnet werden. "Die Chassis-Bezeichnungen der Autos bleiben die gleichen", erklärt Fernandes. Der Rennstall wird seinen Sitz weiter im englischen Hingham haben. Auch zum neuen Motorenpartner (Renault) oder zu den Fahrern für die kommende Saison gab es bei dem groß angekündigten Termin noch keine Neuigkeiten. "Wir würden gerne mehr sagen, aber wir können momentan noch keine Ankündigungen machen", entschuldigte sich Fernandes.

Konfusion um Lotus und Air Asia-Teams

Der bekannte Name Lotus sorgte zuletzt allerdings für etwas Aufregung in der Welt des Motorsports. In der Nachwuchsklasse GP2 geht neuerdings ein Team unter dem Hauptsponsor Air Asia an den Start. Die Fluglinie wird ebenfalls von Tony Fernandes gemanagt. "Da gibt es keine Konfusion", erklärt der Malaysier. "Unser Nachwuchsprogramm lief schon immer unter dem Namen von Air Asia."

Allerdings wird künftig auch der Name Lotus prominent in der GP2 vertreten sein. Die Muttergesellschaft "Group Lotus", die für die Produktion der Straßensportwagen zuständig ist, will das bekannte ART-Team sponsern. "Wir verstehen da nicht ganz die Logik dahinter", gibt Fernandes zu. "Das ist ihre Entscheidung und sie können das machen, wenn sie wollen."

Fernandes würde zweites "Lotus"-F1-Team anfechten

ART hegte zuletzt allerdings Ambitionen, selbst in die Formel 1 einzusteigen. "Das wäre eine skurrile Situation. Wir haben uns eigentlich darauf verständig, dass Group Lotus für die Autoproduktion und Lotus Racing für den Rennsport zuständig ist. Ich kann mir momentan nicht vorstellen, dass sie auch in die Formel 1 einsteigen." Fernandes kündigte allerdings schon einmal an, das man einen möglichen Einstieg unter dem Teamnamen Lotus anfechten würde.

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