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Team Lotus T128

Mit neuem Auto Richtung Mittelfeld

Lotus T128 2011 Foto: MyTeamLotus 4 Bilder

Team Lotus hat nach Ferrari als zweiter Formel 1-Rennstall sein neues Auto für die Formel 1-Saison 2011 vorgestellt. Mit dem Lotus T128 wollen sich die Briten in Richtung Mittelfeld vorkämpfen. Technische Hilfe hat sich Lotus dafür bei Renault und Red Bull geholt.

31.01.2011 Tobias Grüner

Mit dem T128 hat nun auch Lotus sein neues Auto für die Formel 1-Saison 2011 präsentiert. Am Montag (31.1.) stellte der kleine Rennstall aus Hingham die ersten Bilder des Neuwagens auf seine Webseite. Zumindest vom Timing her ist der Underdog schon ganz vorne dabei. Nur Ferrari war noch einen Tick schneller.

Der neue Lotus T128 im traditionellen British Racing Green hat nur noch äußerlich Ähnlichkeiten mit dem T127 aus der Vorsaison. Unter dem Karbonkleid ist fast alles neu. Getriebe und Hydraulik bezieht das Team nun von Konkurrent Red Bull, weil diese Teile in der Debüt-Saison regelmäßig für ein frühes Rennende und Sorgenfalten bei Teamchef Tony Fernandes sorgten.

Lotus T128 mit Weltmeister-Technik

Auch motorseitig hat Lotus aufgerüstet. Der laufende Vertrag mit Cosworth wurde vorzeitig aufgelöst, um zur Konkurrenz von Renault zu wechseln. Mit dem Umstieg auf die bewährte Technik, mit der Sebastian Vettel im vergangenen Jahr Weltmeister geworden ist, soll nicht nur die Zuverlässigkeit verbessert werden. Lotus erhofft sich im zweiten Jahr auch in puncto Leistung einen spürbaren Schritt nach vorne.

Verzichten müssen Jarno Trulli und Heikki Kovalainen allerdings zunächst auf den Einsatz der Hybrid-Technik. Der Lotus T128 ist zwar für KERS vorbereitet, bis Batterien, Elektromotor und Leistungselektronik endlich eingebaut werden können, werden aber wohl noch ein paar Rennen vergehen. "Wir wollten nicht zu viele neue Dinge zu Beginn auf einmal", begründet Technikchef Mike Gascoyne die Entscheidung auf den KERS-Verzicht.

Team Lotus: neues Auto, neuer Name

Neben dem runderneuerten Auto, das mit einem Radstand von über drei Metern und einer Länge von beinahe fünf Metern antritt, kann der Rennstall zur neuen Saison auch einen neuen Namen präsentieren. Die Autos sollen künftig unter der traditionellen Bezeichnung "Team Lotus" an den Start rollen, unter der schon Colin Chapman in den 70er und 80er Jahren WM-Titel sammelte.

Zwar hat das Team die Rechte an der geschützten Bezeichnung offiziell erworben, ob sie auch verwendet werden dürfen, muss allerdings noch ein Gericht klären. Die Sportwagensparte von Lotus (Lotus Group) hat eine Klage gegen den Konkurrenten eingereicht, weil man zusammen mit dem ehemaligen Renault-Werksteam ein eigenes Formel 1-Projekt verfolgt. Am 21. März wollen die Richter den Streit endgültig entscheiden.

Die Testfahrten der neuen Boliden können Sie bei auto-motor-und-sport.de live verfolgen.

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