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Teamcheck 2008

Das Verfolger-Quartett

Foto: Wolfgang Wilhelm 17 Bilder

In der vergangenen Saison konnte sich BMW-Sauber klar als dritte Kraft behaupten. Nach den Wintertests riecht es 2008 allerdings nach einem Vierkampf mit Renault, Red Bull und Williams um Rang drei in der Konstrukteurswertung.

10.03.2008 Tobias Grüner

Gesucht ist der erste Verfolger des rot-silbernen Spitzenduos. Allerdings lässt sich auch nach mehreren zehntausend Testkilometern nicht genau sagen, welches Team zum Saisonstart die Nase vorn haben wird. Nur selten waren die Testergebnisse so schwer zu lesen wie in diesem Winter.

Rosberg in Frühform

Williams konnte mit dem neu entwickelten FW 30 in der Vorbereitung konstant schnelle Zeiten fahren. Trotz zwischenzeitlicher Probleme mit der Frontflügel-Aufhängung waren Nico Rosberg und Kazuki Nakajima auf allen Strecken und bei verschiedenen Witterungsbedingungen immer vorne dabei. Das konservativ gestaltete Auto konnte in beeindruckender Frühform zeigen, welches Potenzial darin steckt. Ob die Briten das Tempo konstant über die Saison halten können, müssen sie jedoch erst noch unter Beweis stellen.

Nach einigen schlechten Jahren wollen Patrick Head und Frank Williams in dieser Saison den Aufwärtstrend des Vorjahres fortführen. Gegen die großzügigen Offerten von McLaren konnte man Nico Rosberg im Team halten. Nach dem Einstieg der isländischen Investmentfirma Baugur steht der Rennstall auch finanziell wieder gesund da. Dem Erfolg im Weg stehen könnte allerdings das vergleichsweise schwache Toyota-Aggregat. Zudem muss Williams zeigen, dass die Probleme mit der Zuverlässigkeit ausgeräumt sind.

Mit Heckflosse zum Erfolg

Auch Red Bull konnte bei den Tests mit konstant guten Zeiten aufwarten. In der vierten Saison scheint nun endlich der Durchbruch zu gelingen. Ähnlich wie bei Williams muss das Team von Christian Horner allerdings erst einmal seine Standfestigkeit unter Beweis stellen. 2007 gingen durch technische Defekte mindestens 20 Punkte verloren. Die problemlose Vorbereitung macht allerdings Hoffnung auf konstante Punkteplätze.

Mit seiner markanten Heckflosse ist der RB4 eines der auffälligsten Fahrzeuge im Feld. Inwieweit es mit der Finne auf der Airbox bei windigen Bedingungen zu Problemen kommt, wird sich zeigen. Viel Zeit für einen Schritt nach vorne bleibt den beiden Oldies David Coulthard und Mark Webber nicht mehr. "In dieser Saison muss ich den Durchbruch schaffen", setzte sich der Australier selbst unter Druck.

Dreamteam wieder vereint

Renault muss dagegen nichts mehr beweisen. Das Weltmeisterteam von 2005 und 2006 tauchte im Vorjahr allerdings komplett ab. Kein Sieg, nur ein Podestplatz, von Ferrari, McLaren und BMW abgehängt. Nach dem enttäuschenden Start 2007 ließ Teamchef Flavio Briatore die Entwicklung des alten Autos früh einstellen um mit dem neuen R28 an alte Erfolge anzuknüpfen. Sein größter Verbündeter sitzt dabei im Auto mit der Nummer fünf: Heimkehrer Fernando Alonso.

Bei den Wintertests zeigte sich das Traumteam allerdings noch nicht als Ferrari-Schreck. Vor allem die Nummer zwei im Team, Nelson Piquet Junior konnte weder das Tempo der Top-Teams noch das seines Teamkollegen mitgehen. Von den Zeiten her wurden die Franzosen auch von Red Bull und Williams überflügelt. Dank Alonso und der bekannt guten Zuverlässigkeit sehen wir Renault auf die Saisondistanz jedoch leicht vor der Konkurrenz. Zudem pokerte Renault bis zuletzt und testete beharrlich mit vollen Tanks. Was ohne Sprit im R28 steckt wird erst das Qualifying in Melbourne zeigen.

BMW-Sauber pokert

Ein ganz großes Geheimnis machte auch BMW aus seinen Testergebnissen. Ähnlich wie Renault bevorzugten es die Münchner, die Konkurrenz im Unklaren über die eigene Stärke zu lassen. Mit vollen Tanks fuhr man bei den großen Tests unscheinbar im Mittelfeld. Nur eins ist klar: Die anfänglichen Balance-Probleme wurden dem F1.08 ausgetrieben. Der mit zahlreichen Flügeln bepackte BMW hat das Potenzial regelmäßig aufs Podium zu fahren. Als Ziel wurde der erste GP-Sieg ausgegeben.

Dass es wie von Teamchef Mario Theissen gefordert zu einem Dreikampf an der Spitze kommt, glauben wir allerdings nicht. Dazu war der Abstand zum Spitzenduo 2007 zu groß. Mit Nick Heidfeld und Robert Kubica herrscht im BMW-Cockpit großer Wettbewerb. Der Pole will sich für die Niederlage 2007 rehabilitieren und sieht im Wegfall der Traktionskontrolle seine große Chance. Ein ausgeglichenes Fahrerduo, ein Auto mit Potenzial und eine ambitionierte Entwicklungsabteilung, damit sollte sich BMW-Sauber auch 2008 wieder als dritte Kraft etablieren können.

Das ams-F1-Ranking 2008:

3. BMW
4. Renault
5. Williams
6. Red Bull
7. Toro Rosso
8. Toyota
9. Honda
10. Force India
11. Super Aguri

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