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Teamcheck 2008

Ferrari vs. McLaren

Foto: Wolfgang Wilhelm 13 Bilder

Silber gegen rot war das elektrisierende Duell der vergangenen Saison. Und auch nach der Spionage-Affäre, dem Alonso-Wechsel und tiefgreifenden Regeländerungen läuft alles wieder auf den ewig jungen Zweikampf McLaren gegen Ferrari hinaus.

11.03.2008

Das Fazit vorneweg: Ferrari ist der Favorit. Da gibt es unter den Experten keine zwei Meinungen. Zumindest zum Saisonbeginn scheint gegen die Italiener kein Kraut gewachsen. Die Zutaten stimmen einfach: Zwei Siegfahrer im Cockpit, eine perfekte Organisation und ein schnelles Auto.

Großer Wurf von Ferrari

Mit dem F2008 ist den Ingenieuren unter Aldo Costa und Nicolas Tombazis wieder ein großer Wurf gelungen. Der neue Bolide legte die Schwächen des Vorjahresmodells ab, ohne die Stärken aufgeben zu müssen. Er verliert nun keine Zeit mehr in langsamen Kurven oder auf unebenem Terrain. Die neue Göttin soll außerdem von der ersten Runde an schnell sein. In Zeiten des Traktionskontrollen-Verbots ist es auch ein wichtiger Faktor, dass kein Auto so reifenschonend fährt, wie der F2008.

Die Trefferquote von Ferrari ist erstaunlich. Und das trotz eines veralteten Windkanals und trotz Defiziten bei den Simulationswerkzeugen. Dazu kommt, dass das Team nun schon zum zweiten Mal in zwei Jahren umgebaut wurde. Mit Jean Todt ging der letzte Vertreter des alten Dreamteams von Bord. Chef ist jetzt Stefano Domenicali. Erst über die Saison wird sich herausstellen, wie gut das Team im Renneinsatz funktioniert. Probleme werden aber höchstens erwartet, wenn Todts Einfluss bei der FIA gefragt ist. Ein größerer Nachteil für Ferrari ist da schon die neue Standard-Elektronik, die von der McLaren-Tochter MES geliefert wird.

Bei den Wintertests war allerdings von Anpassungsschwierigkeiten nichts zu spüren. Das Team aus Maranello hinterließ vor allem zu Beginn einen deutlich stärkeren Eindruck als McLaren. Erst zum Ende hin kamen die Silberpfeile besser in Schwung. Unterschätzen darf man das Team von Ron Dennis aber auf keinen Fall. Nach der knappen Pleite im Abschlussrennen hat vor allem Lewis Hamilton Rache geschworen.

Mit Harmonie zum Erfolg

"Die Niederlage hat mich nur stärker gemacht", lautet die Parole. Und tatsächlich ist davon auszugehen, dass die zweite Saison des McLaren-Youngsters noch beeindruckender wird, als das Rookie-Jahr: "Ich kenne jetzt alle Abläufe, alle Strecken, weiß was gut für mich ist und was nicht", spricht sich Hamilton selbst Mut zu. Natürlich haben auch die McLaren-Ingenieure über den Winter nicht geschlafen. Ähnlich wie der Ferrari legte der neue MP4-23 einige Schwächen seines Vorgängers ab.

So geht der neue Silberpfeil schonender mit den Reifen um, ist konstanter bei Long-Runs und er läuft wie ein Uhrwerk. McLaren fuhr die ersten 6.900 Testkilometer mit nur zwei Getriebeeinheiten. Der Mercedes-Motor kann jetzt außerdem vier Minuten im Stand laufen, ohne zu kochen. Das ist wichtig, wenn man in der Qualifikation an der Boxenausfahrt ganz vorne stehen und freie Fahrt haben will.

Nach den Querelen des vergangenen Jahres soll 2008 mit aller Macht wieder die Harmonie ins Team zurückkehren. Mit Heikki Kovalainen bildet Hamilton nun ein Duo, das nicht nur schnell ist, sondern bei dem auch die Chemie stimmt. Der Finne wird mit einer Niederlage gegen Hamilton besser leben können als sein Vorgänger. Er wird pflegeleichter sein. Ein Fragezeichen steht allerdings noch hinter den Nachwehen der Spionage-Affäre: Die Strafen knabbern am Etat und die Ermittlungen könnten das Technikbüro auch in Zukunft von der Arbeit ablenken.

Das ams-F1-Ranking 2008:

1. Ferrari
2. McLaren-Mercedes
3. BMW
4. Renault
5. Williams
6. Red Bull
7. Toro Rosso
8. Toyota
9. Honda
10. Force India
11. Super Aguri

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