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Teamcheck 2008: Toyota vs. Honda vs. Toro Rosso

Im hinteren Mittelfeld haben Toyota, Honda und Toro Rosso nur ein Ziel: Irgendwie Anschluss an die Punkteränge finden. Wir sagen ihnen welches Team 2008 am nächsten dran ist.

Sie sind die Enttäuschten der vergangenen Saison. Mit Monster-Budgets ausgestattet, fuhren die japanischen Werksteams von Toyota und Honda 2007 den eigenen Erwartungen erneut hinterher. "Schlechter kann es nicht werden", kommentierte der Honda-Teamchef Ross Brawn die Leistung seines neuen Arbeitgebers. Nur sechs Punkte sammelten Jenson Button und Rubens Barrichello. Das bedeutete Rang acht in der Konstrukteurwertung.

Honda spät dran

Doch bis der kreative Einfluss des "Superhirns" auch in Ergebnisse umgemünzt wird, müssen sich die Honda-Fans noch ein wenig gedulden. Das Auto, das zum Saisonstart in Melbourne an den Start geht, entstand ohne das Zutun des ehemaligen Ferrari-Technikbosses. Zu allem Übel lief den japanischen Ingenieuren in der Winterpause auch noch die Zeit weg: Weil die Fehleranalyse des Vorjahresmodells zu lange dauerte, ist der neue RA108 schon wieder spät dran.

Bei den ersten Tests konnten nur Chassis, Getriebe und Motor auf Haltbarkeit getestet werden. Die neue Aerodynamik spulte erst eine Woche vor dem Saisonstart die ersten Kilometer ab. Die Piloten gaben sich anschließend vorsichtig optimistisch. Für Veränderungen ist es nun sowieso zu spät. Honda ist also eine kleine Wundertüte. Was genau dabei rauskommen wird, lässt wohl erst bei den Trainings in Melbourne voraussagen. Wegen der miserablen Testzeiten im Februar, erwarten wir jedoch nicht allzu viel.

Trotz Geld kein Erfolg

Sieben Jahre nach dem Formel 1-Einstieg fährt auch Toyota noch weit hinter den eigenen Erwartungen hinterher. Dabei kann das Team finanziell weiterhin aus dem vollen schöpfen. Japan mit eingerechnet arbeiten über 1.000 Leute am F1-Projekt. Nach dem Flop vom vergangenen Jahr stellten die Ingenieure unter Pascal Vasselon ein neues aerodynamisches Konzept auf die Räder, das offenbar keiner versteht. Vor allem auf Long Runs zeigte der TF 108 zuletzt noch arge Schwächen.

"Wenigstens funktioniert die Mechanik" tröstet sich Neuzugang Timo Glock. Zusammen mit Jarno Trulli soll der Kölner das Unmögliche möglich machen. Die Konzernzentrale in Tokio fordert regelmäßige Punkteplätze. Die Testzeiten sprachen da bisher eine andere Sprache. Punkte scheinen in normalen Rennen momentan außer Reichweite. In der Regel wird Toyota wohl mit zweistelligen Ergebnissen leben müssen.

Vettel auf dem Vormarsch

Während die Japaner auf der Stelle treten, kommt Toro Rosso endlich in Bewegung. Sebastian Vettel und Sebastien Bourdais brachten frischen Wind in das B-Team von Red Bull. Die Fortschritte zeigen es. Es gibt neue Ansätze beim Set-Up der Autos. Modifikationen an den Flügeln und am Unterboden zahlten sich aus.

Wenn es im Kundenauto-Streit keine neuen Entwicklungen gibt, kann das Team aus Faenza zum fünften Saisonrennen auf den vielversprechenden Red Bull RB4 zurückgreifen. Damit ist Toro Rosso sicherlich das Hinterbänkler-Team mit den größten Punktechancen.

Das ams-F1-Ranking 2008:

7. Toro Rosso
8. Toyota
9. Honda
10. Force India
11. Super Aguri

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