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Teamchef-Meeting

Sparen, aber wie?

Foto: dpa

Vor dem Grand Prix von Europa haben sich am Freitag (22.8.) erneut die Leiter der Formel 1-Rennställe zum Thema Kostensenkung zusammengesetzt. Wieder ohne konkretes Ergebnis.

22.08.2008 Michael Schmidt

Wie schon zuletzt in Budapest war das Motorhome von Toyota der Gastgeber. Und als wollte Bernie Ecclestone die Formel 1-Teamchefs für ihre Unentschlossenheit bestrafen, ließ er sie zehn Minuten lang in der Mittagssonne von Valencia schmoren. Dann eröffnete der Zirkusdirektor die Sitzung. 

Viele Ideen - keine Entscheidung

Es ging wieder einmal darum, wie man in Zukunft Geld sparen kann. Fazit nach einer Stunde Diskussion: Es gibt viele Ideen, aber keine Einigkeit. Das alte Lied der Formel 1. Ecclestone warnte die Teams, dass FIA-Präsident Max Mosley kurzen Prozess machen wird, wenn sie bis Ende Oktober nicht mit gemeinsam abgesegneten Vorschlägen aufwarten können.

Ein Vorschlag zielt in die Richtung von standardisierten Teilen. Warum soll bei einem Unterboden, den sowieso nie ein Mensch zu Gesicht bekommt, teure Windkanal-Entwicklung betrieben werden? Einige Teamchefs können sich auch vorstellen, das Chassis für drei Jahre einzufrieren. Nach dem Vorbild des Entwicklungsstopps bei den Motoren.

Zwei Teams gegen Einheitsteile

Oder warum soll man in Zukunft nicht Getriebe von der Stange kaufen können, warf einer ein. Die größten Blockierer einer Gleichschaltung sind ausgerechnet zwei Teams, die es bitter nötig hätten zu sparen. Frank Williams zählt zu den Hardlinern. Sein Rennstall war schon immer Technik getrieben. Auch Force India ist gegen die Gleichteile-Politik. Der F1-Neuling ging sogar vor Gericht, um das Modell Red Bull und Toro Rosso zu stoppen.

Toro Rosso-Teamchef Franz Tost kann angesichts dieser Argumente nur den Kopf schütteln. "In der Autoindustrie gibt es immer mehr Joint Ventures, nur wir in der Formel 1 versuchen alle das Rad neu zu erfinden. In der Serie fährt ein Mini Cooper mit einem Motor, der bei Peugeot entwickelt wurde. Daran stört sich keiner. Nur bei uns muss jeder seine Teile selbst bauen. Ich muss gerade ein komplettes Konstruktionsbüro einstellen, damit wir 2010 unsere Autos selbst konstruieren können. Es ist ein absoluter Wahnsinn."

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